Zusammenarbeit mit Herstellern
Das Internet durchbricht die Handelskreisläufe
13.07.2010 10:50 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Früher war alles in Ordnung. Der Hersteller hat produziert, der Großhändler verteilt, der Einzelhändler verkauft. Für manche Branchen gab es einen Gebietsschutz, die Fachhändler wurden vom Außendienst betreut und geschult und der Merchandiser hat ständig die Regale nachgefüllt.
Heute ist alles anders! Manch ein Student möchte Fachhändler werden ohne, dass er überhaupt einen Laden betreibt, manch ein eingesessener Fachhändler mag das Internet nicht und jammert über die Umsatzrückgänge im stationären Geschäft, manch ein Shopbetreiber verklagt den Hersteller auf Lieferung der Ware obwohl er gegen die unverbindliche Preisempfehlung verstoßen hat und zahlreiche erfolgreiche Shopbetreiber starten einfach mit einer Eigenmarke.
Die Welt ist kompliziert geworden und die bisherigen Partner wurden sich immer ähnlicher. Verkäufer produzieren, Hersteller verkaufen. In erster Linie müssen die Hersteller aber zusehen wie sich innerhalb weniger Jahre die komplette Händlerstruktur verändert hat und das gesamte Geschäftsmodell in Gefahr ist.
Dies spüren nun auch die Onlineshops, die sich in einer unkontrollierten Zeit in die Fachhandelsstruktur hinein gemogelt haben. Es wird schwieriger und Hersteller nehmen nicht mehr jeden Kistenschieber auf. Deshalb müssen Sie jetzt vorsorgen, sich richtig positionieren, um für den Hersteller weiter attraktiv zu bleiben. Ziele die Sie erreichen sollten:
Der Onlineshop muss sich professionell und überzeugend präsentieren. Vor allem Marken stehen auf ein ordentliches Markenumfeld. Ein guter Name, ein ordentliches Logo und ein seriöses Erscheinungsbild sind daher essenziell
- Zertifikate kommen gut an, weil der Shop Qualitätskriterien erfüllt und somit auf einer professionellen Ebene unterwegs ist. Sollten Sie sich für Trusted Shops oder den TÜV entschieden haben, gibt das Pluspunkte.
- Geiz ist geil ist der Alptraum jedes Markenartiklers. Sie sollten deshalb bei den Schnäppchen nicht übertreiben und lieber zeitlich begrenzte Preisaktionen fahren als sich auf ein Dauerbilligniveau einzuschießen.
- Der Vertrieb im eigenen Shop ist gut, das zusätzliche Ladengeschäft sichert Ihnen weitere Pluspunkte. Vertriebskanäle wie eBay bringen satte Minuspunkte, den Verkauf bei Amazon und anderen Vertriebsplattformen möchten Sie die Hersteller zunehmend selbst unter den Nagel reißen.
- Ein eigenes Lager haben eh viele Shops bereits und bieten damit die Kernkompetenz der Endkundenbelieferung. Das beherrschen Hersteller oft nicht besonders gut oder wollen es auch nicht mehr für jeden Kunden anbieten. Daher unabhängig sein und selbst lagern.
- Sammeln Sie Kundenbewertungen, um zu zeigen, dass es durch Ihre Tätigkeit Kundenzufriedenheit gibt.
- Die klare Positionierung Ihres Shops wird immer wichtiger. Marken ist das Umfeld wichtig und A-Brands wollen nicht im Ramschumfeld platziert werden. Manche Marken wollen auch nicht in der Nähe der Wettbewerber stehen.
- Professionelle Shops bieten eigene Markenumfelder. Ein Shop-in-Shop-Konzept lässt die Herzen höher schlagen. Sie zeigen, dass Sie die Marke gut behandeln.
Josef Nothegger am 20.07.2010
Channel Conflict
Warm immer auf Konfrontation zwischen Handel und Hersteller, es gibt Systeme die den Händler perfekt in die Wertschöpfungskette eines Hersteller einbauen.
Ein gutes Beispiel ist die Marke Ricosta die es geschafft hat beides zu verbinden. Selber Online zu verkaufen und den Handel als Lager zu integrieren. Ermöglicht hat das die ein Online System aus Karlsruhe. gaxsys.com