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Weniger ist nicht immer mehr

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Weniger ist nicht immer mehr

Weglassen ist keine Optimierungsmaßnahme

Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de

Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de

E-Shop-Tipp Apple wurde durch eine Reduzierung auf das Wesentlich zum markantem Lifestyle-Unternehmen. Weniger scheint seitdem das Patenrezept für jede Gelegenheit zu sein. Weniger Buttons, weniger Elemente, weniger Schnickschnack im Shop. Aber ist weniger wirklich mehr und das Weglassen eine Optimierungsmaßnahme?

Reduzierung auf das Wesentliche ist ein sehr guter Ansatz zur Shopoptimierung. Aber was ist wirklich das Wesentliche und macht es Sinn so viel wie möglich wegzulassen? Die Zeiten der bunten, animierten Gifs ist ja inzwischen bei allen Shops vorbei und auch die Flut der Gütesiegel hat nachgelassen. Shopbetreibern wird aber weiterhin geraten möglichst viel wegzulassen. Eine gefährliche Strategie, die auch nach hinten losgehen kann.

Der Shop soll immer noch verkaufen. Es handelt sich nicht um einen Showcase - leider auch nicht um die Luxussituation, dass wir die Apple.com optimieren dürfen. Ein Shop heißt verkaufen, und verkaufen ist ein Überzeugungsgeschäft. Es wird beherrscht von Amazon, von Zalando, von Neckermann & Co. Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken, versprechen und empfehlen. Ein Shop hat Einstiege für unterschiedliche Usertypen und wirkt daher schnell bunt und überladen. Eine Situation, die von Experten gerne kritisiert wird. Aber die meisten Shops sind keine Boutiquen und daher dürfen die Insignien des Shoppens gerne sichtbar sein. Preise, Streichpreise, Aktionen und viel mehr ist im Shop erlaubt.

Jedes Element sollte genau geplant und durchdacht werden. Hilft es bei der Kaufentscheidung, hilft es beim Vertrauensgewinn, hat der User alle Informationen, die er im Moment benötigt? Die Konzeption eines Onlineshops wird nur deshalb immer komplexer, weil zur richtigen Zeit die richtigen Elemente angezeigt werden. Nicht mehr pauschal alles sondern gezielt zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Dies erfordert viel Wissen zum eigenen Kundenklientel - aber das haben Sie ja.

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