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Was zählt mehr im Shop: Design oder Usability?

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Was zählt mehr im Shop: Design oder Usability?

Nutzerfreundlich oder schön

Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de

Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de

Eigentlich ist die Frage sofort zu beantworten: Usability ist der Erfolgsfaktor im E-Commerce und Design muss sich unterordnen. Trotzdem setzen viele Shopbetreiber auf Design und machen es dem User nicht einfach. Ist Design doch so wichtig?

Der Onlineshop Strenesse.de ist anders als andere Shops und überzeugt durch ein eigenwilliges Design. Joop.com ist kaum als Shop erkennbar und wirkt eher wie ein Prospekt und der Shop von Louis Vuitton kostet einem die letzten Nerven, wenn man auf die vielen Animationen warten muss. Auffällig ist, dass sich die kreativen Marken auch sehr kreativ bei ihren Shops auslassen. Sie scheinen den Namen Amazon noch nie gehört zu haben, denn geklaut ist von diesem E-Commerce-Giganten sicherlich nichts.

Usability ist in aller Munde und trotzdem scheinen sich mehr und mehr Shops von den einfachen Regeln der guten Nutzbarkeit komplett absetzen zu wollen. Design rückt in den Vordergrund, Standardfunktionen werden so angepasst, dass Sie kaum noch erkennbar sind. Ein paar Gründe gibt es, die für besonders extravagantes Design sprechen.

Vor allem Herstellen und Marken haben das Bedürfnis das Image des Besonderen auch in Ihren Shops zu transportieren. Bei den Shops geht Image und damit die besondere und ausgefallene Gestaltung vor. Auf Kosten von Usability und letztendlich Conversion Rate werden die Seiten gestaltet. Die Conversion Rate lässt sich ohnehin nicht mit den Marktstandards vergleichen, denn viele Besucher wollen sich nur umsehen, informieren oder inspirieren lassen - ohne jegliche Kaufabsicht. Das Ausgefallene wird allerdings zunehmend verschwinden, denn der Umsatzdruck steigt und die Traumwelten liefern keine Umsätze.

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Kommentare

optimizer am 10.02.2011

Nutzerfreundlich und schön!

Ich verstehe diese ewigen Diskussionen um Design vs. Usability nicht. Nutzlose Diskussionen, unnötiger Content. Das geht schon seit der Geburt des Internets so. Aus meiner Sicht muss beides parallel beachtet werden und je nach Projekt und Zielgruppe müssen sich die Schnittmengen zwischen Usability und Design leicht variieren lassen. Das hängt von den Skills der Nutzergruppe ab, Produkttyp, Breite und Tiefe der Produktpalette etc.
So kann man durchaus "schönes" und vielleicht "schräges und neues" mit sehr guter Benutzbarkeit verbinden. Diese Punkte sollten sich nicht ausschließen, sonst kommt man in den reinen Kunstbereich. Solche Experimente kann man auch machen, jedoch nicht auf reinen Verkaufsplattformen, da verträgt sich zu viel Kunst und Entertainment nicht mit dem Kaufcharakter, Emotionalisierung hingegen sollte betrieben werden. Und dazu gehört gutes Design zwingend.
Leider scheitert das in den meisten Fällen an Grundsätzen schlecht vorbereitete Informationsarchitektur, Typographie schlecht, viel zu viele Linien und Elemente, nicht klar definierte Zugehörigkeit von Informationen zu Bildelementen durch falsch gewählte Abstände (zb. alle Abstände in der Produktmatrix sind genau gleich groß). Somit kann man sich schonmal schlecht orientieren und gleichwohl schlecht navigieren und rezipieren.

Und das das ausgefallene verschwindet glaube ich nicht, es gibt schöne Beispiele die genau das Gegenteil beweisen. http://shopshoeguru.com/ ist so Beispiel, klar sauber, reduziert und den Ansprüchen an Nutzergruppe und Produktpalette gerecht
überzeugt der Shop durch hohe Emotionialisierung über Fotografie.
Dieser Design-Diss der hier geführt wird ist zu oberflächlich.

Apropos Usability Herr Altmann, ich bin über Ihren Blog hierhin gekommen, wieso gibt es da einen Post „Usability oder Design?“ der gar nicht vorhanden ist sondern nur extern verweist?

Die Headline müsste lauten „Diskutieren Sie mit uns auf Facebook über Design vs. Usability!“

Hier erwarte ich Informationen und keine Weiterleitung, Prinzip Landingpage.

CAlecu am 12.01.2011

Konsequent?

Zum einen verstehe ich nicht die Anmerkung von Beatrix, weil die Beispiele sehr wohl verlinkt sind.

Zum anderen ist es richtig, dass die Entscheidung zw Design und Usability immer wieder neu fällt. Wie Sie es schreiben: Vor allem bei starken Marken-Charakteren. Aus diesen Arbeiten entstehen neue Impulse. Neugier und Lernbereitschaft für neue Lösungen dürfen nie aufhören. Denn so erfolgreich ein Amazon ist: Wie furchtbar wäre es, wenn alle Shops so aussehen würden?

Dass jedoch die Angst vor der eigenen Courage immer präsent ist, merkt man daran, dass die Design-Verlockungen sich meistens nur auf Startseiten austoben - sie wagen sich maximal bis in Bereiche, die Magazin o.ä. heißen.
Deshalb rutschen die Produktübersichten wieder schnell ins Gewohnte. Allerdings gebe ich Ihnen Recht: Die Orientierung fällt sehr unterschiedlich aus. Umso verwirrender, wenn nach großflächigen Einstiegsemotionen dann die Sortiments-Textfahnen erscheinen. Oft sind diese sehr Produkt orientiert und bieten dem Besucher wenig Anhaltspunkte.
Passend zu Ihrem Beitrag möchte ich noch die Beispiele net-a-porter.com - hier speziell die iPad App - und uniqlo.com anführen.

Beatrix am 11.01.2011

Immer wieder

Sehr geehrter Herr Altmann,
auch wenn Sie wahrscheinlich nichts dafür können.
Ich verstehe nicht, warum man die Beispiele, die Sie nennen, nicht verlinkt...
Dazu fällt mir echt nichts mehr ein!
Ihnen danke ich trotzdem für den Inhalt, leider haben Sie sich die falsche Plattform für Ihre Veröffentlichungen ausgesucht.

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