Verkauf nah am Kunden - Fünf Ideen für Facebook
01.12.2009 10:06 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Amazon und eBay sind die bisher größten Marktplätze im Internet. Aber auch auf Otto, Neckermann oder Plus haben Shopbetreiber schon über Vertriebskooperationen ihre Produkte angebieten können. Viele Shops sind inzwischen auch auf Facebook präsent und folgen damit ihrer Zielgruppe.
Im September dieses Jahres hatte die Plattform nach eigenen Angaben 300 Millionen Nutzer weltweit. Nach Angaben des Unternehmens sind seit November erstmals mehr als fünf Millionen deutsche Nutzer auf Facebook aktiv. „Aktiv sein, wo die Ärsche wackeln“, hatte mir kürzlich ein Kunde gesagt, was bedeutet: Dort, wo der potentielle Kunde ist, muss auch der Onlineshop sein. Hier meine fünf Ideen für Facebook.
Kundenbewertung
Kundenbewertungen sind derzeit ein spannendes Thema. Auf der Fanseite von Amazon finden sich vor allem Kundenbewertungen und diese wirken sehr authentisch, da man sich jeden User über seine Profilseite genauer ansehen kann. Da bewertet der Geschäftsmann oder auch der Typ mit Hund auf dem Foto. Je mehr Menschen auf Facebook aktiv sind, desto mehr Nutzen kann der Shopbetreiber daraus ziehen, wenn er deren Bewertungen nicht nur in seinem Shop, sondern auch auf der Facebookseite anzeigt.
Marketingaktionen
Der Office-Discounter Staples hat sagenhafte 60.000 Facebook-Anhänger. Auf seiner Fanseite publiziert Staples seine aktuellen Aktionen wie zum Beispiel Gutschein-Codes, Rabattaktionen etc. Die Kunden bewerten und kommentieren diese.
Shop mit Facebook-Bewertungen verknüpfen
Shoes lässt seine Kunden auf Facebook die Produkte bewerten. Die Kunden des Schuhshops können die Produktliste anschließend nach Belieben sortieren. Über den Link „Buy online“ wird der Facebook-User zum angebundenen Shop geschickt. Da viele Shops mit dem Thema Kundenrezensionen nicht so richtig weiter kommen, ist dieser etwas anders gelagerte Ansatz sehr spannend.
Bildergallerien
Für Bildergallerien ist Facebook optimal geeignet. Der Modeshop Mary & Paul zeigt zaghaft, was dabei alles möglich ist - Tatsache ist aber, dass vor allem bei Mode ein Facebook-Schaufenster eine Lösung sein kann, um potentielle Shopkunden anzusprechen.
Imagepolitur
Facebook bietet außerhalb des eigenen Shops die Möglichkeit, das Unternehmen etwas lockerer und sympathischer darzustellen. Authentizität lautet das Stichwort. Der Shop Design3000 hat das bisher sehr gut gemacht. Dort finden sich auch einmal Bilder von Mitarbeitern beim Grillen oder Fotos von der letzten Messe.
Facebook bietet viele Möglichkeiten, den eigenen Onlineshop zu präsentieren. Der Verkauf über das Social Network wird kommen und jeder Shop sollte sich bis dahin schon bestmöglich positionieren und sich eine Fangemeinde aufbauen und diese gut unterhalten.
Ihr

Johannes Altmann