Tipps im Umgang mit Ihrer SEO-Agentur
Das SEO-Desaster
31.05.2011 10:30 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Immer mehr Shops sind mit den Leistungen Ihrer SEO-Agentur unzufrieden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass Suchmaschinenoptimierung nicht mehr so einfach ist. Zum anderen sind die geheimen Machenschaften der SEO-Agenturen auch nicht mehr akzeptabel. Typische Fehler, die Sie zur Verzweiflung und anschließend zum Rechtsanwalt bringen.
1800 Euro monatlich und sechs Monate Laufzeit stand im SEO-Angebot eines unserer Kunden. "Was bekomm ich dafür?" war die natürliche Frage des Shopbetreibers. Die Antwort der Agentur "Umsatz". Hmm, etwas wenig. Kann’s denn auch konkreter werden? Die Agentur: "Coca Cola verrät auch nicht sein Rezept und schmeckt trotzdem gut". Unfassbar aber war, dass der Shopbetreiber gebucht hat - aus Mangel an Alternativen.
Klar würden Sie sowas nie machen - allerdings haben wir bald jede Woche einen Shopbetreiber, der mit seiner Agentur unzufrieden ist und gerne wechseln würde. Häufig sind bereits Anwälte aktiviert und der ganze SEO-Auftrag verhakt. Sieben Punkte, auf die Sie achten müssen, möchte ich Ihnen vorstellen.
1. Schlechtes Briefing
Fast jedes Online-Desaster fängt mit einem schlechten Briefing an. Zu unkonkret sind der Auftrag und der Wunsch des Shopbetreibers. Dass Sie alleine nach mehr Umsatz anfragen ist nicht ausreichend. Wie viele Bestellungen sind gewünscht, wohin soll der Umsatz gehen, welche Sortimente haben Priorität etc.
2. Schlechtes Angebot
Auf ein schlechtes Briefing folgt nahezu immer ein schlechtes Angebot. Auch die Agentur will sich keine Mühe geben, um die Ziele genau zu definieren. Ab diesem Zeitpunkt gehen die Wege zwischen Kunde und Agentur auseinander und führen erst vor Gericht wieder zusammen.
3. Leistungsumfang
Die Zeiten der Geheimnisse sind vorbei. Sie dürfen bei Ihrer Agentur die genaue Leistungen erfragen und sollten konkrete Antworten bekommen. Was wird gemacht, woher sollen die Backlinks kommen, bleiben die Backlinks nach Beendigung der Zusammenarbeit, auf welchen Portalen werden sie eingetragen etc.
4. Fehlendes Controlling
Agenturen arbeiten gerne mit den eigenen Tools und liefern Ihnen die Zahlen. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Kein Vorwurf an die Agenturen, aber die Zahlen sollten sie selbst in der Hand haben. Sie wollen andere Dinge wissen als Ihre Agentur reportet. Daher ist das Webcontrolling essenziell.
5. SEO ist Fleißarbeit
"Ohne Fleiß kein Preis", gilt bei SEO mehr als bei allen anderen Themen. Sie brauchen Inhalte, Aktualität und einen guten Online-Shop. Bei diesem sind die Formatierungen richtig, die URLs sauber und die Meta-Daten gepflegt. Wer bei diesen Basics schon keine Zeit mehr hatte braucht auch keine Offsite-Maßnahmen.