Strategiewechsel im Onlineshop
Schluss mit billig
08.02.2011 11:00 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Laut der aktuellsten GfK-Studie sind die Deutschen wieder in Konsumlaune - nach Krisen und Unsicherheiten haben wir alle wieder Spaß am Shoppen. Das merken auch die Onlineshops! Erstaunlich ist aber auch, dass die „Geiz ist Geil“-Mentalität nachlässt. Zeit für einen Strategiewechsel im eigenen Onlineshop.
Ware darf wieder etwas kosten und der Käufer achtet auf Qualität. So gibt der Konsument mehr Geld für hochwertige Lebensmittel aus, kauft insgesamt mehr Technikprodukte und steigert den Warenwert bei Textilien. Zu spüren bekommen das die Billigheimer wie Media Markt und Aldi, die plötzlich kein Wachstum mehr verzeichnen können. Zugleich achten die großen Markenartikelhersteller inzwischen intensiv auf ihren Vertriebskanal Internet. Ein Verramschen der eigenen Artikel wird massiv untersagt.
Für die Marketing- und Positionierungsstrategie von Onlineshops deutet sich dadurch ein Wechsel der Richtung an. Kunden wollen nicht mehr nur unbedingt sparen, sie wollen konsumieren und dabei eine hohe Qualität genießen. Shops müssen sich an den neuen Bedürfnissen der User ausrichten, um weiterhin erfolgreich zu sein.
- Billig muss kein Geschäftszweck mehr sein. User kaufen auch, wenn man nicht der günstigste im Netz ist. Das beweisen erfolgreiche Onlineshops. Sie müssen daher nicht mehr unbedingt ganz oben in den Suchmaschinen stehen, um erfolgreich zu sein.
- Schnäppchenangebote, Schnäppchen des Tages, Tiefpreisgarantie… sind allesamt gute Strategien, um User zum Kauf zu animieren. Eventuell geht es aber auch mit weniger Rabatt und weniger Marketingaktionen, die auf den Preis zielen. Welche Aktionen sind geplant?
N. Maurer am 08.02.2011
Suchmaschinen
"Sie müssen daher nicht mehr unbedingt ganz oben in den Suchmaschinen stehen, um erfolgreich zu sein."
Es müsste aber eigentlich heißen: ..ganz oben in den PREISSUCHMASCHINEN stehen...
Oder? SEO halte ich schon noch für sinnvoll.