Qualitätssicherung nach dem Relaunch
Beta-Tests für Onlineshops
20.09.2011 10:01 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Immer mehr Agenturen bieten in ihren Angeboten für Shopentwicklung auch das Thema Qualitätssicherung an. Für einen projektvolumenabhängigen oder fixen Betrag wird der Shop getestet. Was wie ein Beta-Test klingt, ist aber weit davon entfernt und bringt dem Shopbetreiber auch weniger als vermutet.
Der Betatest dient gewöhnlich der Überprüfung und Fehlersuche in einem Onlineshops, der sich in der Fertigstellung der Entwicklung befindet. Dabei soll geprüft werden, ob zum einen alle Elemente aus dem Angebot umgesetzt wurden und zum anderen, ob der Shop auch wirklich funktionstüchtig ist. Eine kaum lösbare Aufgabe für die Agentur, die vorher den Shop umgesetzt hat. Den Beta-Test muss daher der Shopbetreiber selbst aufsetzen oder anderen Dienstleister beauftragen.
Aktuelle Shopprojekte basieren häufig auf Standardshopsoftware-Lösungen wie Magento, Oxid, Shopware oder XT-Commerce. Die Core-Funktionen werden daher selten angepasst, die Fehler liegen eher in der Anpassung eines Standards. Schnell werden Elemente vergessen, die entweder nie oder erst spät entdeckt werden. So ist es auch zu erklären, dass der Satz "Alles rund um das Thema Wassersport, Sportbekleidung und Mode" zu über 270.000 Ergebnissen bei Google führt. Es ist ein Satz aus dem Demo-Shop von Oxid eSales, den Agenturen und Shopbetreiber nicht ersetzt haben. Leicht vergessen werden auch anzupassende Standardmails, an die man nicht sofort denkt, zum Beispiel bei der Passwort-vergessen-Funktion.
Der Betatest sollte daher essenzielles Ritual am Ende jedes Entwicklungsprozesses sein. Egal ob es gerade um einen Komplett-Relaunch oder nur die Anpassung von einzelnen Modulen handelt. Der Betatest liefert neben der Gewissheit, dass der Shop auch funktioniert, vor allem auch die nötigen Informationen, um einen Auftrag freizugeben und abzuschließen.