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Pimp your Site: Zusatzgeschäft im Online-Shop

Johannes Altmannist Gründer vonShoplupe.de

Der T-Shirt Designer bei Otto, ein DVD-Verleih bei Quelle, Krankenversicherungen bei Amazon und Musikdownload bei Weltbild - immer mehr große Versandhändler integrieren zum vorhandenen Stammsortiment weitere Dienstleister und Fremdservices. Macht dies für jeden Shop Sinn und steckt dahinter eine Chance für deutlich mehr Umsatz und Rentabilität?

Bei Spreadshirt ist ein Shop schnell eröffnet. Weniger als 10 Minuten sind nötig um Farben anzupassen und Produkte zu integrieren. Anschließend wird der T-Shirt Designer in den eigenen Online-Shop integriert und fertig. Jetzt müssen die Shopbesucher nur noch T-Shirts bestellen und schon rollt der Provisionsrubel - ohne Aufwand und Risiko.

Die Theorie klingt gut und scheint für jede Website interessant zu sein. Wie das Geschäftsmodell "Performance" schon verrät, gibt es aber nur Provisionen, wenn auch wirklich was passiert und Abschlüsse generiert werden. Dies wird dann schwierig, wenn der Service nicht zentral auf der Website beworben, sondern nur in der Navigation aufgenommen wird.

Gehen wir davon aus, dass ein mittelständischer Online-Shop 1000 Besucher am Tag erhält. Durch eine Platzierung in der Navigation und einem Aktionsteaser gelangen vielleicht 5% der Shopbesucher auf den neuen Service. Damit wären 50 Besucher geworben. Bei einer durchschnittlichen Kaufquote von 2 Prozent würde jeden Tag ein T-Shirt verkauft werden. Provision ca. 3,00 Euro. Der Shopbetreiber muss jetzt allerdings damit rechnen, dass der User den Shop verlässt und keine weiteren Produkte verkauft. Durch viele Fremdpartner kann daher die Kaufquote des eigenen Sortiments sinken. Insgesamt könnt die Bilanz daher schlechter aussehen als vorher. Letztendlich erkennt man doch schnell, dass Performance Modelle nur dann Sinn machen, wenn außerordentlich viel Traffic zur Verfügung steht.

Unabhängig vom Erlös kann eine Integration fremder Services den Shop aber an anderer Stelle unterstützen. Der Verkauf von Digitalkameras in Ergänzung mit einem Bilderdienst kann User zum Kauf animieren. Der Verkauf von Home Cinema Produkten in Kombination mit einem Fernsehzeitschriften Abo oder einem Online DVD-Verleih kann ebenfalls die Kaufquote erhöhen. Ein Whitelabel-SMS-Dienst oder -Mail-Account kann die Frequenz im Shop deutlich erhöhen, Spontankäufe könnten gesteigert werden.

Letztendlich muss die richtige Entscheidung getroffen werden. Welcher Service könnte zum Stammsortiment passen, welche Chancen stecken darin und welche Risiken.

Beim Recherchieren wünsche ich Ihnen viel Spaß,Johannes Altmann,E-Shop-Experte von www.shoplupe.de


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