Mobile Commerce: 10 Herausforderungen für Online-Shops
27.01.2009 10:02 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Am 2. Februar startet in Deutschland der Verkauf des G1 Smartphones von Google. Was heißt es, wenn Google ein Handy auf dem Markt wirft – startet jetzt endlich der Mobile Commerce?
Das G1 ist das erste Internethandy. Entworfen vom Branchenprimus Google, um endlich perfekt mobile zu surfen und zu shoppen. Dabei soll das Gerät nochmals deutlich besser als Apples iPhone sein. Wer bisher kein Apple-Fan war, könnte jetzt mit dem G1 ins mobile Internet einsteigen.
Das goldene Zeitalter des Mobile-Commerce könnte starten und für die Shopbetreiber gibt es wieder viel zu tun:
1. Der Online-Shop muss zu den neuen Browsern kompatibel sein. Viele Shops funktionieren schon heute auf dem iPhone nicht mehr perfekt, weil die Kompatibilität zum Safari Browser nicht bedacht wurde.
2. Mobil wird anders verkauft als online. Über den Minibildschirm wird sich kaum ein User durch hunderte von Kategorien klicken, daher muss die Navigationsstruktur einfacher werden und die Produktsuche noch mehr in den Vordergrund treten.
3. Das iPhone kann heute keine Flash Dateien anzeigen. Produktanimationen, 3D Abbildungen, Flash Banner auf der Startseite und viele andere schöne Feature bleiben dem iPhone Besitzer verborgen.
4. Die Produktauswahl wird entscheidend sein. Zwar kann eine Einbauküche über das Handy bestellt werden, die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering. Daher wird es besser sein, wenn sich Shopbetreiber für einen eigenen Mobile- Shop entscheiden. Dies würde das Aufsetzen eines kompletten Mobile-Mandanten bedeuten.
5. Die Produktdarstellung sollte auch anders sein, denn wer mobil einkauft und damit eher spontan und intuitiv zuschlägt, muss nicht unbedingt mit detaillierten Produktbeschreibungen und Argumenten überzeugt werden.
erst denken, dann handeln. am 27.01.2009
Nicht immer alles glauben, was im Web steht.
ad 1. das kommt nicht erst mit dem IPhone. Safari gab es schon immer. Warum schreibt der das?
ad 2. Stimmt. Gut erkannt.
ad 3. Wer flashed sollte immer einen Animation to Picture - Changer einbauen. Nichts neues.
ad 4. Mandant? Er meint hier wohl den Produktkatalog. Hm, Trennen Sie Ihre Absatzsysteme in Mandanten auf, dann müssen sich Kunden zweimal registrieren. Das Ende vom Lied : Sie haben Dubletten. Das Chaos ist vorprogrammiert.
ad 5. Bitte schlussfolgern Sie nicht, dass fette Bilder die Lösung sind. Das kostet am Ende den Kunden viel Datentransfer, Wartezeit, etc. Veräppeln Sie den Kunden nicht, informieren Sie ihn, ganz einfach und nicht ohne Text! Sollten Sie dem Rat doch folgen, dann beobachten Sie das Wachstum Ihrer Retouren. Das "Danke schön" können Sie dann ja zielorientiert adressieren.
Glück auf und nicht gleich immer glauben, was andere schreiben!
gjuce am 27.01.2009
M-Commerce in der Praxis
Hier einige aktuelle Beispiele von M-Commerce-Portalen der großen E-Commerce anbieter:
http://m.quelle.de
http://www.neckermann.mobi
http://www.amazon.mobi
http://www.ebay.mobi
http://www.mobil.otto.de/