Home / Wissen / E-Shop-Tipps /

Kundenfreundlicher Bestellvorgang

Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Kundenfreundlicher Bestellvorgang

Telefonnummer sollte kein Pflichtfeld sein

Ulrich Hafenbradl, Gründer von Trusted Shops und E-Commerce-Experte

Ulrich Hafenbradl, Gründer von Trusted Shops und E-Commerce-Experte

Oft freuen sich Verbraucher, dass sie auf der Suche nach einem bestimmten Produkt endlich fündig geworden sind. Doch dann starten sie den Bestellprozess und stellen fest, dass der Händler zwingend die Angabe einer Telefonnummer verlangt. Viele Verbraucher mögen diese ohne weiteres Nachdenken einfach eingeben. Aber ein Großteil wird falsche Nummern eingeben oder den Bestellprozess abbrechen.

Vielen Shopbetreibern ist gar nicht bewusst, dass sie mit diesem Pflichtfeld gegen das Prinzip der Datenvermeidung verstoßen können und so eventuell mit einem Bußgeld belegt werden können.

Das Prinzip der Datenvermeidung

Im deutschen Datenschutzrecht gilt das Prinzip der Datenvermeidung und Datensparsamkeit (§ 3a BDSG). Dies bedeutet kurz, dass jede Datenerhebung, welche nicht durch Gesetz oder eine Einwilligung des Betroffenen erlaubt ist, verboten ist. So ist zum Beispiel das Erheben und die Weitergabe von Daten erlaubt, wenn diese zwingend zur Vertragsabwicklung benötigt werden. Im Onlinehandel bedeutet das, dass Adressdaten an den Versanddienstleister weitergegeben werden dürfen, damit dieser die Sendung zustellen kann. Aber wie sieht es mit der oben erwähnten Telefonnummer aus? Ist diese auch zwingend zur Vertragserfüllung erforderlich?

Manchmal, aber doch eher selten, kann eine Telefonnummer die Vertragsabwicklung durchaus erleichtern. Noch seltener kann die Telefonnummer auch für die Abwicklung erforderlich sein, zum Beispiel wenn die Ware von einer Spedition geliefert wird, damit der Spediteur die Lieferung mit dem Empfänger abstimmen kann.

Nummer auf Paket gedruckt

Viele Versanddienstleister verlangen von Händlern, dass die Telefonnummer auf dem Adresslabel des Pakets oder dem Paketschein gut sichtbar aufgedruckt wird. Mag die Weitergabe der Telefonnummer an den Spediteur oder Zusteller vielleicht noch der Abwicklung des Vertrages dienen und damit vom Gesetz abgedeckt sein, so ist das Aufdrucken der Nummer auf das Paket davon nicht gedeckt.

Steht die Telefonnummer des Kunden für jedermann sichtbar auf dem Paket, so wird die Nummer unter Umständen nicht an den Versanddienstleister weitergegeben, sondern an einen unbestimmten Personenkreis, da der Großteil der Zusteller die Sendungen oft einfach vor der Haustür ablegt. Damit kommt der Aufdruck der Nummer auf das Paket einer Veröffentlichung gleich.

Seite 1 2 »

Anzeige




Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

TOP-THEMEN

FC Bayern enttäuscht auf Facebook

FC Bayern enttäuscht auf Facebook

Der FC Bayern München wollte seiner neuen Facebook-Aktion ordentlich Schwung verleihen. Und sorgte bei den Fans für einigen Unmut mehr
Apple bringt iPhone 5 im Sommer heraus

Apple bringt iPhone 5 im Sommer heraus

Das neue iPhone 5 will Apple im Sommer 2012 auf den Markt bringen. Die Produktion soll bereits angelaufen sein mehr

Shop-Award 2012

Auf einer hochkarätigen E-Commerce-Messe wie der "Internet World" darf ein hochkarätiger E-Commerce-Preis nicht fehlen. Jetzt können Sie sich bewerben. mehr

Facebook Workshop: Open Graph

Zeig mir, wer mich ausblendet

Zeig mir, wer mich ausblendet

Facebook Insights zeigt nicht an, wie viele Nutzer die Beiträge der eigenen Fanpage verborgen haben. Über die Graph-API kommt man dennoch an diese Informationen heran.

Wir zeigen, wie das geht


Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!

Umfrage

Einer Werbewirkungsstudie von Tomorrow Focus zufolge bewerten Internetnutzer Videoanzeigen als besonders seriös. Teilen Sie diese Meinung?

Wirkt Videowerbung seriöser als andere Anzeigenformate?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 03/2012

Rakuten greift Amazon an

Der japanische E-Commerce-Kaiser Hiroshi Mikitani will auch in Deutschland an die Spitze weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr