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Teil 2: Die Todsünden auf der Startseite

Derzeit setzen viele Shops auf der Startseite auf emotionale, große Bilder. Was auch eine indirekte Frage an den User ist. Nicht jeder Kunde hat ein klares Ziel beziehungsweise Produktbedürfnis. Einige Kunden müssen erst inspiriert werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um ein Sortiment handelt, das entweder sehr groß oder sehr themenbezogen ist. So überrascht Tchibo jede Woche mit einer neuen, themenbezogenen Welt. Eigentlich ein einfaches Konzept: „Wollen Sie auch gerade grillen?“

Zu den Todsünden auf der Startseite gehören definitiv zu viele einzelne Produktvorschläge. Die Trefferquote geht dabei gegen Null, weil einfach noch zu unklar ist, wer vor einem steht. Erst nach dem ersten Klick zum Beispiel auf „Hosen“ kann ein sinnvoller Produktvorschlag gemacht werden. Erst von diesem Klick an kann eine Kaufberatung zum Beispiel durch Attributsfilter starten.

Andere Todsünden sind zu lange Texte, zu viele Logos, eine zu lange Page oder einfach zu viele Möglichkeiten und Wege auf der Startseite. Die Benutzerführung auf der Startseite muss klar sein. Zielkäufer benötigen dafür vor allem eine Navigation und eine Suche. Schnäppchenjäger wollen sofort einen Einstieg zu den reduzierten Artikeln und für den markenbewussten Käufer müssen die richtigen Logos eingeblendet werden. Um unentschlossene Kunden zu gewinnen, sollten Sie immer aktuelle und themenbezogene Einstiege anbieten.

Sie werden sehen, dass viele Elemente auf der Startseite plötzlich hinterfragt werden müssen – und das sollten Sie auch innerhalb eines kontinuierlichen Optimierungsworkflows.

Viel Erfolg!

Johannes Altmann

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