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Erfolg auf Vertriebsplattformen

Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de

Auf der Suche nach neuen Kunden treffen sich professionelle Onlineshops zunehmend auf Vertriebsplattformen oder so genannten Marktplätzen. Bei Amazon, eBay & Co. gibt es reichlich Traffic, potentielle Kunden und viele attraktive Vorteile. Seit vier Jahren beschäftige ich mich mit Vertriebsplattformen und stelle fest, dass noch nicht jeder Shop seine Chance erkannt hat.

Vertriebsplattformen oder Marktplätze finden auf Websites statt, die extrem viel Traffic und eine große Kundenanzahl haben. Sie verkaufen dann auf Ihrer Seite im eigenen Namen oder Namen des Partners Produkte. Bekannt ist natürlich eBay und auch der Marketplace von Amazon wird von den meisten Shopbetreibern schon als zweites Standbein genutzt. Shops konnten sich bisher aber auch in das Sortiment von Quelle integrieren lassen und können heute Bestandteil von Otto, Neckermann oder Plus werden.

So funktioniert ein Marktplatz

Über eine Schnittstelle liefern Sie Ihre Produktstammdaten mit allen Informationen zum Produkt. Zusätzlich senden Sie die Bewegungsdaten und melden dem Marktplatz die aktuelle Verfügbarkeit des Produkts. All ihre Produkte werden in den Marktplatz integriert und zum Verkauf angeboten. Bestellt ein User, erhalten Sie die Bestellung und liefern im eigenen Namen oder im Namen des Marktplatzes aus. Die technische Anbindung ist häufig komplex – es gibt daher inzwischen Dienstleister, die die Daten ins richtige Format bringen und Sie beim Start auf den Vertriebsplattformen unterstützen.

So wird geliefert

Die großen Versandhändler verkaufen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Sie werden dadurch zum Lieferanten und versenden die Produkte zu einer zentralen Dockingstation, damit ihre Artikel mit anderen Artikeln der Bestellung zusammengepackt werden. Dieses so genannte Cross Docking wird aber selten durchgeführt, daher liefern die Vertriebspartner mit Versandpapieren des Marktplatzes häufig direkt den Kunden. Dieser merkt nicht, dass die Lieferung von einem Vertriebspartner kommt und erhält anschließend auch die Rechnung nicht vom Vertriebspartner sondern vom Marktplatzbetreiber.

So erhalten Sie Ihr Geld

Neckermann, Plus oder Otto machen beim Kunden vor der Bestellung die Bonitätsprüfung, sie stellen die Rechnung, schreiben gegebenenfalls auch Mahnungen und übernehmen vor allem das Inkasso. Sie erhalten nach vereinbarten Konditionen in jedem Fall ihr Geld und profitieren daher von einem gesicherten Geldeingang. Diese Leistung berechnen die Marktplatzbetreiber natürlich in ihren Konditionen.

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