Blase oder Wachstum - die Großen im Wettbewerbsvergleich
Was machen, wenn Zalando unerträglich wird?
12.07.2011 10:50 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Zalando geht über los und zieht im großen E-Commerce-Spiel wieder etwas Geld ein. Die 14. Kapitalrunde hat der Shop nun hinter sich und kann in ähnlichem Tempo weitermachen. Eine Katastrophe für viele Shopbetreiber, die sich einer ungerechten Übermacht gegenübersehen.
Es gibt sie noch - die kleinen und mittelständischen Shopbetreiber, die mit viel Engagement und Einsatz einen Shop aus Leidenschaft betreiben und so die Kunden in den Bann ziehen. Sie leiden aber zunehmend unter dem enormen Druck der Venture Capital finanzierten Big Player, die den Markt mit unendlichem Kapital beherrschen. Egal ob Zalando, die Shops der Internetstores AG oder jene aus der OTTO und Tengelmann Gruppe - es ist immer viel Power im Spiel. Massive Fernsehwerbung, umfangreiche Adwords-Kampagnen, professionelles Affiliate-Programme, Sponsorships oder hervorragende SEO-Optimierung – mit viel Geld lässt sich viel machen.
Dadurch ist so mancher erfolgreiche Shopbetreiber gezwungen den Pfad des kaufmännisch, sinnvollen Handelns zu verlassen, um mehr Wachstum zu erreichen. Nicht zuletzt auch, um bei den Lieferanten eine gewisse Relevanz zu halten. Denn auch diese beobachten den Markt und stellen fest, dass die Big Player mehr Spaß machen könnten.
Relevanz ist das Stichwort, das sich Shopbetreiber daher künftig dick auf die Agenda schreiben müssen. Ist mein Shop relevant? Relevant bei Kunden und relevant bei Lieferanten - von beiden Seiten kann es eng werden. Für beide Seiten muss eine Strategie entworfen werden, um langfristig attraktiv zu bleiben.