Eyetracking - wohin Google-User schauen
17.04.2009 18:06 tga
Auf die rot markierten Bereiche konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Nutzer
Links oben – auf dieser Platzierung werden Google-Sucheinträge am besten wahrgenommen. Das ist die Kernaussage der Eyetracking-Studie, die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlicht hat.
Neben der Position beeinflusst auch der Text eines Sucheintrags die Klickrate. Neue grafische Elemente sind ein Blickfang, ihre Funktion ist vielen Usern jedoch noch unbekannt. Für die Studie des Arbeitskreises Suchmaschinen-Marketing hat Phaydon Research and Consulting, Köln, 80 repräsentativ ausgesuchte Internetnutzer befragt und darüber hinaus per Eyetracking überwacht. Mit diesem Verfahren wird aufgezeichnet, wie sich der Blick eines Users über eine Website bewegt.
Bildet man die Aufmerksamkeit der User grafisch ab, ergibt sich ein F-förmiges Muster. Besonders gut wahrgenommen – und geklickt – werden die Sponsored Listings genannten Werbeanzeigen ganz oben und die ersten Ergebnisse der Google-Suche. Treffer unterhalb der Topergebnisse und die rechts platzierten Werbeanzeigen werden erst bei einem wiederholten Betrachten der Seite verstärkt wahrgenommen. Suchergebnisse im unteren Seitenbereich werden von nicht einmal einem Prozent der Nutzer angeklickt.
Interessant für alle Werbetreibenden: Die Rezeption der Suchergebnisse erfolgt meist unabhängig davon, ob es sich dabei um Anzeigen handelt. Der Grund dafür ist die überraschend geringe Bekanntheit dieser Werbeform. Mehr als ein Drittel der Nutzer weiß nichts über Sponsored-Ads, über die Hälfte können sie nicht von normalen Treffern unterscheiden. Diejenigen, die damit vertraut sind, nutzen sie jedoch gezielt: Planen Nutzer einen Onlinekauf, beurteilen knapp 60 Prozent von ihnen die Anzeigen als wichtig.