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Vom Umgang mit schlechten Suchbegriffen

Vom Umgang mit schlechten Keywords (Foto: istock/jntvisual)

Bei Suchmaschinenmarketing-Kampagnen, die bis zu mehreren Tausend Suchbegriffe enthalten können, sind immer auch ein paar darunter, die unterdurchschnittlich angeklickt werden oder nur wenig Umsatz bringen. Wie Sie mit solchen Keywords bei Google umgehen sollte, verrät der Geschäftsführer der Onlineagentur Bloofusion Markus Hövener.

Grundsätzlich gilt: Eine Anzeige, die eine niedrige Klick-Rate hat, wird wahrscheinlich auch einen niedrigen Quality-Score haben. Mit dem Quality-Score misst Google, wie oft ein Suchbegriff verglichen mit anderen auf der gleichen Position angeklickt wird. Die Idee dahinter: Eine Textanzeige, die öfter als andere auf einer vergleichbaren Position im Ranking das Interesse des Users weckt, muss relevanter und damit inhaltlich von besserer Qualität sein als andere. Deshalb wird sich von Google weiter oben angezeigt, auch wenn ein Konkurrent mehr für den gleichen Suchbegriff bietet. Ein niedriger Quality-Score bedeutet deshalb, dass der Werbetreibende mehr als nötig für seine Anzeige bezahlt.

Dass ein Keyword eine niedrige Klick-Rate hat, kann unterschiedliche Ursachen haben:

Konkurrenz durch gute Treffer in der algorithmischen Suche

Werden neben der Textanzeige sehr gute Ergebnisse des Algorithmus angezeigt, hat die Anzeige schlechte Karten. Hier kann man wenig machen.

Die Werbung passt nicht zum Suchbegriff

Oftmals ist es sinnvoll, die Werbung explizit auf den Suchbegriff abzustimmen. Hierzu sollte man das Keyword aus der bestehenden AdGroup herausnehmen und in eine neue Anzeigengruppe verschieben, rät Hövener im Shopbetreiber-Blog. Durch die Abstimmung der Werbung auf das Keyword sollte sich die Klick-Rate verbessern.

Die Konkurrenten haben bessere Werbetexte

Bei bestimmten Suchbegriffen ist es so, dass sich die Anzeigen sehr stark ähneln. Die Überschrift der Werbungen entspricht dabei oftmals dem Suchbegriff und es ist sehr schwer, Unterschiede in den Werbungen zu erkennen. In diesem Fall könnte es sinnvoll sein, mehr zu bieten, um eine der vorderen Positionen zu erreichen, da diese eine höhere Klick-Rate ausweisen, empfielt der Bloofusion-Geschäftsführer. Ebenso gut sollte man überlegen, wie man sich werblich von der Konkurrenz absetzt.

Suchbegriff passt nicht

Wenn man einen Suchbegriff wie "angeln" einbucht und über einen OnlinesShop für Angelzubehör verfügt, könnte man eine geringe Klick-Rate erzielen, weil der Suchbegriff eben auch von Nutzern eingegeben wird, die z.B. Tipps rund ums Angeln oder eine Community für Angler suchen. erklärt Hövener. Insbesondere wer die Gebotsoptionen "Weitgehend passend" oder "Wortgruppe" nutzt, wird für viele Suchanfragen angezeigt, die nicht zum eigenen Angebot passen. Hier gebe es verschiedene Optionen: Auf jeden Fall sollte die Gebotsoption "Weitgehend passend" ausgeschaltet werden, weil die Streubreite zu hoch ist. Außerdem könnte man negative Keywords hinzufügen, z.B. "umsonst", "tipps", "community" oder "münchen". Alternativ könnte man auch das allgemeine Keyword "angeln" löschen und dafür spezifische Wortkombinationen ("angeln zubehör", "angeln shop" etc.) einbuchen.

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