Zwölf Prozent Konversionsrate in deutschen Webshops
27.11.2008 11:05 dp
Thomas Krambichler sieht bei Spezialshops eine besonders hohe Konversionsrate
Deutsche Online-Shops haben im Schnitt 4.500 Besucher pro Woche, die 550 Bestellungen tätigen, zeigt eine aktuelle Erhebung von Ibi Research und der Universität Regensburg unter 700 deutschen Online-Händlern.
Die durchschnittliche Konversionsrate in deutschen Online-Shops liegt bei zwölf Prozent. Mit dieser überraschend hohen Zahl wartet der aktuelle "E-Commerce-Leitfaden" von Ibi Research und der Universität Regensburg auf. Studienautor Thomas Krabichler erklärt das Ergebnis mit einem hohen Anteil von Spezialshops - beispielsweise für Modellpferde oder BMW-Motorradzubehör - die deutlich höher konvertieren würden als Webshops mit einem breiteren Sortiment. "Bezogen auf die Grundgesamtheit gibt es sehr viele von diesen Spezialshops", so Krambichler. Daher spiegele die Zahl tatsächlich die Gegebenheiten im deutschen E-Commerce wider.
Insgesamt registrieren deutsche Webshops rund 4.500 Besucher und 500 Bestellungen pro Woche. Als Hauptinstrument zur Kundenakquise nutzen drei Viertel der Webhändler Suchmaschinenoptimierung, über die Hälfte schaltet Suchmaschinenwerbung. Ob sich diese Kampagnen rechnen, wissen die Shopbetreiber allerdings nicht so genau, wie die Studie weiter zeigt: Nur jeweils die Hälfte der Händler kann angeben, wie viele Besucher, Käufe oder Umsätze eine Kampagne generiert hat. Ebenfalls überraschend: Auch die Öffnungsrate von Newslettern wird nur von jedem fünften Händler ermittelt.
huber am 11.11.2010
500 pro Woche????
???
500 pro Woche????
lachhaft.....
das kan doch kein mensch nachprüfen!!
das waren sicher pro tag schon 500 auf 3 oder 4 shops.
schon bei mir gehen oft 10 bestellungen am tag ein
und dich hab erst einen artikel!!!
also diese studie ist sehr daneben
nick am 01.06.2009
ibi-Studie EC in Deutschland - 12% Konversionsrate in D-Shops
Auch mir erscheint die Angabe von 12% durchschn. KR deutlich zu hoch gegriffen. Hier drücken sich wohl eher Wunschvorstellungen als harte Fakten aus (was bei Befragungen häufiger vorkommt). Auch irritiert, dass an anderer Stelle von DEUTLICH weniger Sendungen pro Woche gesprochen wird (ca. Seite 6). Frage: Sind dann die angegebenen 450 'Bestellungen' eher einzelne Artikel und die Lieferungen dann wirkliche Bestellungen. In einer stark vereinfachten Überschlagsrechnung (die wirklichen Zahlen liegen mir ja nicht vor), käme man dann auf etwa 173 Bestellungen pro Woche, was wiederum einer KR von 3,8% entsprechen würde. Damit wäöre man in einem Bereich, der eher glaubwürdig erscheint.
Olli am 04.12.2008
SEO vor SEM?
Wer glaubt, dass drei Viertel aller Shops SEO betreiben, um Traffic zu generieren, der glaubt auch, dass BMW-ähnliche Shops einen Großteil der Grundgesamtheit aller Online-Shops darstellen.
Ich nehme an, dass auch drei Viertel dieser SEO-Shops hauptsächlich Meta-Keywords optimieren und ca. die Hälfte aller Bundesbürger eine Zweirad besitzen.
Hallo? Jemand zu Hause?
Claudia Becker am 28.11.2008
Auswertung der Kampagnen
Mich wundert das Ergebnis nicht besonders. Jeder der mit Einzelhändlern oder Shopbetreibern zusammenarbeitet, erfährt dass diese in der Regel eher Händler als IT-Professionals sind. Moderne und aussagekräftige Trackingprogramme sind für einige schwer bezahlbar, hinzu kommt meistens auch noch das einbinden über die Agentur. Auch die Auswertung stellt viele vor Herausforderungen. Hat der Händler sich dann eingearbeitet (ein Fachmann für diese Aufgabe kann hierfür oft nicht eingestellt werden), dann steht er vor der Aufgabe der Optimierung. Diese bedeutet weitere Kosten und daher wird lieber nicht so genau hingeschaut und hoffend in Google und Branchenseiten investiert. Zeit , Aufwand und Kosten schrecken hier noch oft ab.