Zahlungsverhalten im E-Retail
Kreditkarte häufigstes Zahlungsmittel
16.02.2010 11:13 tga
Im E-Commerce ist die Kreditkarte das beliebteste Zahlungsmittel: Drei Viertel aller Einkäufe werden über sie abgewickelt. In Deutschland erreicht sie jedoch nur 44 Prozent. Lastschriften und Offlinezahlungsmethoden sind hier besonders beliebt.
Auf die Kreditkarte folgen in Deutschland mit 30 Prozent Offline-Zahlarten, die im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozentpunkte zulegen konnte. Platz drei belegt die Lastschrift mit 23 Prozent, berichtet der E-Retail-Report 2009 der Deutschen Card Services. Mit E-Retail sind alle Online-Shops gemeint, die Ware anbieten.
Weltweit ergibt sich ein anderes Bild:
Die Chargeback-Quoten sind niedrig: Lediglich 0,24 Prozent aller Karten-Transaktionen führten zu einer Rückbuchung nach genehmigtem Widerspruch des Karteninhabers. Als Grund sieht die Studie die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen bei Warenkorbwertgruppen ab 100 Euro.
Die Erfolgsquote bei Kartentransaktionen liegt durchschnittlich bei 87 Prozent, in Deutschland sogar bei 91 Prozent. Häufigster Ablehnungsgrund sind Ablehnung vom Autorisierungssystem (58 Prozent) und ungültige Karten (13 Prozent).
Der E-Retail-Report der Deutschen Card Services basiert auf der Auswertung von rund 7,5 Millionen realen E-Retail-Kaufvorgängen, die zwischen Oktober 2007 und September 2008 über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden.
Lilian Thau am 18.02.2010
@Gerald Heinemann
Lieber Herr Heinemann,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Nun, ich denke, dass die Studie des ECC Handels durchaus eine ernstzunehmende Größe ist und diese einen wesentlich breiteren und unabhängigen Blick habt. http://www.ecc-handel.de/studie_izh5_innovative_zahlungsverfahren_gewinnen.php
Erstaunlich finde ich allerdings die Thesen, die Sie zu sofortüberweisung.de aufstellen. Gerade im Versandhandel sind wir sehr sehr stark (insbesondere im Bereich Technikversand (Redcoon, Conrad, Pauldirekt, reichelt, Cyberport, Mindfactroy, Voelkner, Dell, Technikdirekt, unimall, etc.)). Wenn Sie sich dafür näher interessieren - klingeln Sie mal durch - wir arbeiten mit weit mehr als 10.000 E-Commerce-Unternehmen aus allen Branchen zusammen. 089 20 20889 53.
Nachdem Sie so freundlich waren, mir die Termini zu erklären - übrigens sind Sie der erste, der Paypal, ClickandBuy, Moneybookers, sofortüberweisung.de und Giropay nicht mit dem Oberbegriff E-Paymentsysteme bezeichnet, könnten Sie mir auch noch erklären, was dann Giropay ist der Auflistung zu suchen hat (wenn es kein Bezahlsystem ist) und was in der Grafik mit "giropay (früher andere)" gemeint ist?
Insbesondere, da meines Wissens, giropay - ich kann mich da natürlich irren - vor allem auf dem deutschen Markt vertreten ist (laut ECC Handel mit einem Marktanteil von 12,1 Prozent) - wie kommt man da weltweit zu 1,23 Prozent?
Ganz recht gebe ich Ihnen, dass sofortüberweisung.de ein technischer Mittler ist - und Paypal, Moneybookers, ClickandBuy eWallets – das ist die genaue Bezeichnung - da sind wir einer Meinung.
Jedes E-Payment-System könnte nun seine Händler befragen und daraus jeweils einen Marktanteil von 100 Prozent ableiten – aber was sagt das aus?
Wir berufen uns da lieber auf unabhängige Studien – wie die IZH5 von ECC Handel.
Vorauskasse 86 %
Nachnahme 54,6 Prozent
Kreditkarte 54,0 Prozent
Paypal 53,3 Prozent
Rechnung 52,4 Prozent
Lastschrift 44,4 Prozent
sofortüberweisung.de 27,6 Prozent
Giropay 12,1 Prozent
Mit besten Grüßen
Lilian Thau
Gerald Heinemann am 17.02.2010
@ Payment Network AG Lilian Thau / Pago Report
Werte Frau Thau,
selbstverständlich ist der genannte Report der Deutschen Card Services -vormals PAGO- ein Report auf Basis der Zahlen aus der eigenen Produktion und damit entsprechend einseitig. Seit Jahren wird das immer wieder von Fachleuten der Branche bemängelt. Allerdings ist die DB Tochter seit einigen Jahren auch der einzige Anbieter einer solchen Studie und hat zumindest ein so breit gefächertes Portfolio an Kunden in Deutschland und Europa um zumindest eine einigermaßen gehaltvolle Aussage zu machen. -Das kann nicht jeder von sich behaupten!
Ihr "innovatives Bezahlsystem" bedient leider nur eine recht begrenzte Klientel -sowohl räumlich (D-A-CH) als auch produktseitig auf Seiten der Händler. So recht angesprungen sind bei Ihnen bekanntlich eher die Anbieter von virtuellen Gütern als echte Versandhändler die physikalische Waren im Internet vertreiben.
Auch wäre es wünschenswert, wenn Sie nicht die Fachtermini durcheinander werfen. Ein "Bezahlsystem" zeichnet sich dadurch aus, das ein Anbieter Risiko übernimmt. Das haben wir bei Kreditkarten, Debitkarten (incl. Lastschriftverfahren) oder auch -wenn auch nur bedingt- im Giralgeldverkehr.
PayPal; Click2Pay etc. sind keine Bezahlsysteme, sondern e-Wallets, die sich mit Hilfe von Zahlsystemen aufladen lassen. Eine PayPal SARL trägt kein Risiko, genausowenig wie andere Anbieter vergleichbarer Lösungen.
Auch GiroPay und Ihr Produkt sind keine Bezahlsysteme, sondern lediglich eine technische Lösung zur Bezahlabwicklung. (Das soll Ihre Leistung nicht schmälern aber wir sollten hier mal korrekt arbeiten...)
Vor dem Hintergrund einer internationalen Betrachtung fällt natürlich alles hinter der Kreditkarte zurück, daran ist leider nichts umzudefinieren.
Pressesprecher Payment Network AG Lilian Thau am 17.02.2010
"Studie" Deutschen Card Services.
Liebe Internet-Word-Redaktion,
ich habe Ihren Bericht über Zahlungsverhalten im E-Retail gelesen. Leider bildet E-Retail-Report 2009 der Deutschen Card Services wohl nur Ihre eigenen Produkte ab und keinesfalls ein vollständiges Bild des deutschen oder gar weltweiten E-Commerces. Keines der wichtigen E-Payment-Systeme wie Paypal, sofortüberweisung.de, Moneybookers oder ClickandBuy sind hier abgebildet und damit hat die Studie auch leider überhaupt keine Aussagekraft, sondern bewertet rein die Deutschen Card Services.
Eine unabhängige Studie des ECC Handels kommt hier auf ganz andere - wesentlich realistischere Zahlen: Die Studie IZH5 zeigt neue Entwicklungen im E-Commerce-Zahlungsverkehr. http://www.ecc-handel.de/studie_izh5_innovative_zahlungsverfahren_gewinnen.php
bzw. http://www.ecc-handel.de/download/92608201/100216+-+PM5+Innovative+Zahlungsverfahren+gewinnen+an+Bedeutung.pdf
Lars Heinemann am 16.02.2010
Zahlungsverhalten im E-Commerce
Zahlungsverhalten im E-Commerce
http://larsheinemann.wordpress.com/
Anton Zwerger am 16.02.2010
BTW: Kreditkarten gibt es mittlerweile dauerhaft grundgebührfrei
Am Rand erwähnt: Kreditkarten gibt es mittlerweile dauerhaft grundgebührfrei, laut Google z.B. auf www.kostenlose-kreditkarte.de.
Ohne Kreditkarte ins Ausland zu reisen, wäre mir schon zu unsicher (Arztrechnungen, Mietwagen etc.).