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Videowerbung etabliert sich im Onlinemarketing

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Videowerbung etabliert sich im Onlinemarketing

Experten rechnen mit 96 Millionen Euro Umsatz

Experten rechnen mit 96 Millionen Euro Umsatz (Foto: istock/dpmike)

Videowerbung wächst: Die Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company mit Umsätzen von bis zu 96 Millionen Euro bis Ende des Jahres.

Das Maximumszenario berücksichtigt unter anderem, dass die Wirtschaftskrise zu einer Kürzung der Werbebudgets zugunsten der effizienteren Verwendung im Onlinekanal führt. Technische Hürden stellen hier nur ein temporäres Problem dar, das mittelfristig überwunden werden kann. Danach sind im laufenden Jahr bereits Umsätze von knapp 96 Millionen Euro realistisch, die bis Ende des Jahres 2013 auf 178 Millionen Euro steigen können.

Beim Minimum-Szenario wurde unter anderem von einer signifikanten Kürzung der Marketingbudgets ausgegangen. Für Videoads bedeutet das einen moderaten Wachstumspfad auf einen Umsatz, der dieses Jahr 51 Millionen Euro erreichen wird und dann auf niedrigem Niveau kontinuierlich wachsen wird.

Internetwerbung war im vergangenen Jahr die wachstumsstärkste Werbeform mit einem Plus von 159,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Videoads sind offenkundig mehr als ein Trend, sie werden sich unserer Meinung nach als ein wesentliches Instrument im Online-Media-Mix etablieren" kommentiert Patrick Sturm die neueste Untersuchung seiner Unternehmensberatung.

Gebremst wird der Siegeszug durch die weltweite Wirtschaftskrise und technische Hürden, die nach wie vor bestehen: Flächendeckende Auslieferungen von Video Ads werden derzeit noch durch das Fehlen eines einheitlichen technischen Standard verhindert, der ein einfaches Einbinden von Videowerbung ermöglicht.

Dazu kommt noch die Problematik der Reichweitenmessung. "Hier steht Onlinevideowerbung in Konkurrenz zur Fernsehwerbung, das legt eine Panelmessung mit einem der großen Onlineanbieter nahe, um so eine Onlinevideo-Währung zu schaffen", so Jörg Blumtritt von Tremor Media im internetworld.de-Videointerview. Eine Trackinglösung sei jedoch ebenfalls vorstellbar.

Nicht jede Videowerbung zeigt Wirkung: 16 Prozent der Nutzer brechen Pre-Roll-Clips ab, ergab eine Analyse von TubeMogul. Worauf Marketer bei Videowerbung achten müssen, erfahren Sie in unserem Praxistipp "Bewegtbild erfolgreich in der Werbung einsetzen".


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Kommentare

Klaus von Doemming am 16.03.2010

Zustimmung

Wir sehen die Entwicklung der Online-Bewegtbildwerbung ähnlich positiv wie die Kollegen von Mücke, Sturm & Company und erwarten, dass sich der Umsatz bis 2012 auf etwa 150 Mio. € verdreifacht. Wir haben auf AdScale das Bewegtbildformat Video-Interstitial im Dezember 2009 eingeführt. Innerhalb von wenigen Monaten hat sich diese Werbeform einen nennenswerten Umsatzanteil erobert. Und die Klickraten liegen bisher etwa zehnmal so hoch wie beim klickstärksten IAB-Standard-Werbemittel.

Wichtig für die Entwicklung der Online-Bewegtbildwerbung im deutschen Markt ist nicht nur eine einfache technische Lösung, sondern auch der schnellen Aufbau von Netto-Reichweiten. Dazu gehört ein webseitenübergreifendes Frequency Capping, das über alle gebuchten Seiten hinweg steuert, wie häufig das Video-Ad den Nutzern angezeigt wird. Diese Kontaktklassenoptimierung ermöglicht außerdem ein exaktes Aussteuern der Kampagnen-Nettoreichweiten.
Und das Beste: All das gibt es heute schon.

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