User fürchten Datenmissbrauch beim E-Commerce
29.06.2009 11:47 tga
User haben Angst, zu gläsernen Kunden zu werden (Foto: fotolia.de/Phototom)
Über die Hälfte, nämlich 56 Prozent der Internetnutzer fürchten den Missbrauch persönlicher Daten beim Onlineeinkauf. Das gilt vor allem für erfahrene User, hat die W3B-Studie von Fittkau und Maaß ergeben.
Die Angst, dass Daten zu Werbezwecken an andere Unternehmen weitergeleitet werden, liegt mit deutlichem Abstand auf Platz eins der wahrgenommenen Hürden beim Onlineshopping. Es folgen die schlechten Möglichkeiten der Qualitätsbewertung (45 Prozent) sowie unsicherer Zahlungsverkehr (43 Prozent).
Dabei fällt auf, dass die Furcht vor Datenmissbrauch mit steigender Internet-Nutzungserfahrung wächst. Vielmehr ist es genau umgekehrt: Unter den langjährigen Internetnutzern finden sich sogar mehr Personen, die diese Datenschutzbedenken äußern (59 Prozent) als unter den Internetneulingen (46 Prozent). Gleichzeitig empfinden 79 Prozent der Nutzer einen Onlineshop nur dann als sicher, wenn der Datenschutz klar und deutlich gewährleistet ist.
Tatsache ist, dass kaum ein Nutzer heute an Datensicherheit im Netz glaubt. Während nicht einmal jeder Zehnte davon ausgeht, dass Datenschutzbestimmungen befolgt werden, sind zwei Drittel der Meinung, dass Firmen ihre Daten zu Werbezwecken missbrauchen.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Nutzung von Pseudonymen im Internet weit verbreitet ist. So geben 27 Prozent der Internet-Nutzer an, dass sie immer beziehungsweise vorwiegend unter falschem Namen im Netz unterwegs sind. Für die Studie wurden 121.233 deutschsprachige User befragt.