Onlinehändler sehen sich durch Abmahnungen bedroht
16.02.2009 09:18 tga
Rote Karte für Missbrauch (Foto: Fotolia.com/shoot4u)
Obwohl Abmahnungen seltener werden, sieht fast die Hälfte der Onlinehändler ihren Shop bedroht. Das ergab eine heute veröffentlichte Umfrage von Trusted Shops, an der mehr als tausend Shopbetreiber teilgenommen haben. Hier die sieben Kernthesen der Studie zu Shopabmahnungen.
These1: Abmahnungen werden seltener, gehören aber noch immer zum Alltag
Bei unserer letzten Umfrage 2007 ergab sich eine durchschnittliche Anzahl von 2,1 Abmahnungen pro Shop. Das Ergebnis unser diesjährigen Umfrage ergab, dass dieser Wert auf 1,6 gesunken ist. Das heißt aber noch nicht, dass sich der Shopbetreiber in Ruhe zurück lehnen kann. Die Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten ist noch immer enorm hoch.
These 2: Gerichte werden für Missbrauch sensibler
Die Antworten zeigen, dass die Gerichte in Bezug auf Abmahnungsmissbrauch sensibler reagieren. In der Gesamtbetrachtung der Ergebnisse senkten die Richter in 4,73 Prozent der Fälle die angesetzten Kosten. In den Fällen im Zeitraum
2007 - 2009 stieg dieser Anteil auf 6,25 Prozent.
These 3: Keine großen Massenabmahner mehr am Markt
Unsere letzte Studie ergab als ein zentrales Ergebnis, dass rund 39 Prozent aller Abmahnungen durch lediglich drei unterschiedliche Abmahner ausgesprochen wurden. Diese sind mittlerweile alle nicht mehr am Markt tätig. Vielmehr hat diesmal die Wettbewerbszentrale die meisten Abmahnungen ausgesprochen, allerdings auch nur in 2,7 Prozent der Fälle. Dies ist als äußerst positiv zu bewerten, da die Wettbewerbszentrale eine Institution ist, die ausschließlich den fairen Wettbewerb und nicht wirtschaftliche Interessen verfolgt.