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Mehr als die Hälfte der Jugendlichen kauft online ein

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen kauft online ein (Foto: Fotolia.de/Klaus Eppele)

Jugendliche nutzen Fernseher und Internet in nahezu identischem Umfang genutzt: 90 Prozent sehen mindestens mehrmals proWoche fern, ebenso häufig sind sie online. Mit E-Commerce haben 60 Prozent der Befragten bereits Erfahrungen gemacht.

Das ergab die JIM-Studie des Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest, die das Medienverhalten von 1200 Jugendlichen untersucht hat. Zu den Nutzern des Internets (zumindest selten) zählen entsprechend 98 Prozent der 12- bis 19-Jährigen, in der ersten JIM-Studie 1998 waren es gerade einmal 18 Prozent. Der Anteil der Intensivnutzer, die täglich bzw. mehrmals pro Woche online sind, ist erneut angestiegen und liegt aktuell bei 90 Prozent, wobei Jungen und Mädchen kaum einen Unterschied aufweisen.

Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer des Internets an Werktagen liegt nach eigenen Schätzungen der Jugendlichen bei 134 Minuten - im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 17 Minuten.

Das Internet bleibt für Jugendliche vor allem Kommunikationsmedium, knapp die Hälfte ihrer Nutzungszeit verbringen sie in sozialen Netzwerken, halten Kontakt über Instant Messenger, schicken Mails oder chatten. Dabei hat sich vor allem die Organisation und Darstellung in den Onlinecommunities im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Allerdings hat nach Angaben der Jugendlichen nicht einmal die Hälfte die Privacy-Option aktiviert, die eingestellte Informationen nur einem selbst definierten Nutzerkreis zugänglich machen. Und das, obwohl immer häufiger persönliche Informationen, Fotos und Filme im Internet hinterlegt werden.

Auch Spiele sind beliebt: 45 Prozent der Jugendlichen, die mindestens mehrmals pro Woche alleine oder mit anderen elektronisch spielen, beträgt 22 Prozent der Mädchen und 67 Prozent der Jungen. Der Anteil der Nicht-Spieler liegt insgesamt bei 19 Prozent.

Mit 60 Prozent hat mehr als de Hälfte der 12- bis 19-Jährigen bereits online eingekauft. Jungen sind hier aktiver als Mädchen, und selbst bei den 12- bis 13-Jährigen trat schon jeder Fünfte als Käufer in Erscheinung. Bei den gekauften Waren handelt es sich in erster Linie um Bekleidung, ein Drittel kauft mindestens einmal im Monat Anziehsachen oder Schuhe (32 Prozent). Daneben stehen CDs und DVDs, Bücher oder MP3s ebenso auf der Einkaufsliste wie Computerzubehör und Computerspiele.

Die bedeutendsten Shopping-Seiten im Internet - hier konnten bis zu drei Nennungen abgegeben werden - sind aus Sicht jedes zweiten jugendlichen Käufers eBay und Amazon. Mit Abstand folgen Versandhäuser und Textilmarken.


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