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Kommerzielle Aktivitäten in Social Media lohnen sich

Kommerzielle Aktivitäten in Social Media können lohnen

In sozialen Medien sollten Unternehmen sich klar identifizieren und den Nutzern relevante Informationen bieten, statt Werbung. (Foto: Photocase/Mr.B & Oeln)

Nutzer akzeptieren das Engagement von Unternehmen und Marken in sozialen Medien, wenn diese auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen, belegt eine Studie.

Der Professor für Marketing an der Fachhochschule Münster, Ralf Schengber, kommt in seiner Studie zur Akzeptanz von kommerziellen Aktivitäten in Community-Umfeldern zu dem Ergebnis, dass kommerzielle Aktivitäten in Blogs oder Communitys dann akzeptiert werden, wenn die Unternehmen ihre Identität dabei preisgeben und vor allem Informationen bieten. Platte Produktwerbung kommt dabei nicht gut an.

Einen Expertenchat mit Unternehmensvertretern akzeptieren 83 Prozent der Befragten. Drei Viertel der Studienteilnehmer erwarten von Unternehmen in sozialen Medien präzise Antworten auf produktspezifische Fragen.

Ein Engagement in Social Communitys ist aber nicht für alle Branchen sinnvoll. Zu den High-Interest-Branchen, für die sich Aktivitäten in Netzwerken und Blogs lohnen können, gehören neben der Medien-, Reise- und Musikbranche auch der Bereich Consumer Electronics. Professor Dr. Schengber bringt die Ergebnisse auf eine einfache Formel: "Informieren und kommunizieren statt verkaufen!"

Unternehmen rät er:

  • Communitys nicht als Werbeplattform nutzen; Authentizität, Glaubwürdigkeit und Relevanz sind die Werte, die Unternehmen vertreten müssen
  • produktspezifische Fragen beantworten
  • Dialog mit Communitymitgliedern suchen und deren Interessen berücksichtigen
  • vor allem Hilfestellung, Beratung und Informationen anbieten; reine Unterhaltung ist nicht relevant
  • offen kommunizieren und sich klar zu erkennen geben
  • Feedback der Nutzer als "Customer Insights" annehmen und in die Unternehmensentwicklung einbeziehen

Die Daten der Studie gehen auf eine Onlinebefragung von 380 Internetnutzern zurück, die zwischen Dezember 2008 und Januar 2009 durchgeführt wurde. Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung sollen in Kürze als Buch im Marketingverlag Münster erscheinen.


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