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Twitter-Bloggerin zwingt Johnson & Johnson zum Kampagnenstopp

Johnson & Johnson verärgert junge Mütter, die ihrem Ärger im Web Luft machen

Die Macht von Twitter bekam der US-Konzern Johnson & Johnson zu spüren. Mit einer Kampagne für das Schmerzmittel "Motrin" löste das Unternehmen den Zorn einer Twitter-Bloggerin aus. Und die brachte eine Lawine ins Rollen.

Unternehmen, die die Macht von Weblogs oder Microblogging-Diensten wie Twitter noch immer ignorieren, werden durch ein aktuelles Beispiel von Johnson & Johnson vielleicht eines Besseren belehrt: Wie das US-Marketingfachblatt "Adage" berichtet, hat der Markenartikler sich den Zorn junger Mütter zugezogen, indem es in einer Kampagne Verspannungsschmerzen ansprach, die durch den aktuellen Trend, Babys und Kleinkinder eng am Körper zu tragen, ausgelöst werden. Doch der Einstiegssatz der Kampagne "Wearing your baby is in fashion", die für das Schmerzmittel "Motrin" werben sollte, verärgerte die US-Bloggerin Jessica Gottlieb, die ihren Unmut auf Twitter bei ihren 1.018 Followern kund tat.

Eine andere Bloggerin und Webshop-Betreiberin für Kindermode mit 4.221 Twitter-Anhängern griff das Thema auf und bastelte ein neunminütiges Youtube-Video mit dem Titel "Motrin Ad Makes Moms Mad", in dem verärgerte Mütter die Kampagne kommentierten. 70.000 Youtube-Nutzer riefen das Video ab und stellten ihrerseits Boykott-Videos gegen Johnson & Johnson und das Medikament "Motrin" ins Netz.

Das Ergebnis: Johnson & Johnson stellte die Kampagne ein und entschuldigte sich im Web offiziell bei allen Müttern: "We have heard your concerns about the ad that was featured on our website. We are parents ourselves and we take feedback from moms very seriously. We are in process of removing this ad from all media. It will, unfortunately, take a bit of time to remove it from our magazine advertising, as it is on newsstands and in distribution. Thank you for your feedback. It's very important to us", so die offizielle Erklärung.


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