"Der deutsche Markt entwickelt sich schnell"
04.02.2009 11:46 Tanja Gabler
Jason Glickman von Tremor Media
Jason Glickman, Chef des Videoad-Netzwerkes Tremor Media, über den deutschen Markt, Kooperationen und die Frage, welche Videowerbung sich für welches Unternehmen eignet.
Warum sollten Firmen Videowerbung im Internet machen?
Jason Glickman: Viele Menschen sehen sich online Videos an. Junge Männer konsumieren in den USA bereits mehr Videos als im Fernsehen. Um diese Zielgruppe zu erreichen, müssen Firmen online werben. Der Vorteil des Internets gegenüber dem TV besteht darin, dass sich der Erfolg von Videoads leicht messen und auswerten lässt.
Wie beurteilen Sie den deutschen Markt?
Glickman: Videowerbung ist in Deutschland noch in einem sehr frühen Stadium - aber ich bin überrascht, wie schnell sich der Markt entwickelt. Wegen der Finanzkrise sind die Anbieter jetzt gezwungen, noch schneller Inhalte herauszuholen und ihre Videos zu vermarkten.
Was bietet Tremor Media seinen Kunden?
Glickman: Wir vermarkten nicht Werbeplätze auf bestimmten Webseiten, sondern wir bieten Kontakte in Zielgruppen an. Um diese zu definieren, setzen wir z. B. Behavioural Targeting ein und arbeiten mit einem Panel von 20.000 Haushalten, in dem wir Zielgruppenmodelle wie die Sinusmilieus umsetzen werden, die man in der TV-Mediaplanung einsetzt.
Umfasst Ihr Netzwerk auch Internetangebote, deren Inhalt die User selbst hochladen?
Glickman: Viele Werbetreibende können User Generated Content schwer einschätzen. Wir bieten derzeit nur Video-Ads auf Seiten mit professionell erstelltem Content. Gerade haben wir eine Kooperation mit Axel Springer Media vereinbart.