ZDF reduziert Onlinenangebot drastisch
26.05.2009 17:35 tga
Das ZDF streicht rund 80 Prozent seiner Internetangebote zusammen - als Reaktion auf den neuen Rundfunkstaatsvertrag, der am 1. Juni in Kraft tritt.
Der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag grenzt die Webauftritte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten deutlich ein. Betroffen sind bereits bestehende Inhalte von heute.de, zdf.de und sport.zdf.de. Vor allem Textseiten sind betroffen, Videos sollen hingegen stärker in den Vordergrund treten.
Nach Angaben des Senders sollen die Inhalte von zdf.de um 46.800 Dokumente gekürzt werden, bei heute.de um 28.000 Texte. Aus dem Portal sport.zdf.de sollen 18.700 Texte rausfliegen. Auch bei der ZDF Mediathek wird gespart: Rund 4000 Videos und 6500 Bilderserien werden von außen nicht mehr erreichbar sein.
Offline genommen werden sollen dazu noch Eigenproduktionen, die älter als ein Jahr sind. Laut neuem Rundfunkstaatsvertrag dürfen Inhalte in aller Regel nicht länger als sieben Tage im Internet angeboten werden.
isch am 03.06.2009
PHOENIX & ZDF
genau die angesprochenen videos über die phoenix-sendungen werden zukünftig leider ebenfalls wegfallen. die gez-gebühren zu informellen grundversorgung halte ich in einer pluralen gesellschaft für gerechtfertigt - nicht aber das instrument gez. aber das wird ja eventuell auch bald abgeschafft. noch ein zusatz: in fast allen blogs sind ghostwriter der "privaten" unterwegs - müsst mal bei google blogsearch nach suchen: sobald etwas negatives über die einschränkung der öff-rechtl. onlineangebote drinsteht, gibt es mindestens zwei gegenkommentare - immer nur kryptischer name oder vorname, fast immer GEZgroßgeschrieben, immer die gleiche leier zwangsGEZahlte gebühren etc. ich habe das gefühl, es handelt sich um ein paar wenige bezahlte studentische aushilfen, die für die privaten online-kommentare schreiben müssen... sehr leicht zu durchschauen...
Andreas am 27.05.2009
Mediathek
Die Mediathek des ZDF ist einer der modernesten und usabilityfreundlichsten Applikationen im Web. Man sollte dies eher fördern statt einschränken!
BUNTEBANK am 27.05.2009
bald nur noch privater Revolver-Journalismus
Also ich kann bei den privaten Anbietern im Netz oft nur Revolver-Journalismus, oder gleichgeschaltete Nachrichten-Schwemme finden.
Dies duerfte wohl auch der Grund fuer das neue Gesetz sein: die Wirtschafts-Lobby hat sich mal wieder durchgesetzt, der Verbraucher hat wie immer das Nachsehen.
Oder glaubt irgendjemand ernsthaft durch "Abschalten" eines bestehenden Informations-Angebotes wuerden alternative Angebote im Netz besser werden?
Einzig die Hoffnung der Privaten mehr, oder endlich, Geld zu verdienen ist gestiegen.
Sich darueber aufzuregen das Gebuehren fuer ein oeffentlich-rechtliches Online-Angebot "verschwendet" werden ist meiner Ansicht nach eine traurige und recht kurzsichtige Meinung dazu.
Insbesonders wenn die Profiteure davon, wie ueblich doch nur an mein Geld wollen...
Welches man/frau ueberigens ziemlich problemlos online erwerben kann ; )
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Frank am 27.05.2009
Mir fällt es auch schwer diesen Unsinn zu kommentieren...
Die Privaten machen alles besser. So wie in der Wirtschaft nicht wahr.
ARD und ZDF bieten hervorragende Online-Inhalte an. Schaut euch mal auf phoenix.de die politischen Debatten an. Ohne öffentlich-rechtliche würde mir viel fehlen.
Mal als Beispiel: Viele haben sich sicher privat zusätzlich zur gesetzlichen Rente versichert.
Wie viele privatversicherte regelrecht vera.... werden:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/1752348
Bis zum Schluß sehen = Erstaunliche Einsichten und Wahrheiten!!
Na. Klingelt's?
SOR_DE am 27.05.2009
Erst nach 7 Tagen? Weiterhin gebührenfinanzierte Wettbewerbsverzerrung!
Es ist nach wie vor eine Frechheit, dass das gebührenfinanzierte Fernsehen die privaten Inhalteanbieter so dermaßen Konkurrenz macht. Was soll dieser Bullshit mit der 7 Tagesfrist? Besser wäre es doch wohl, wenn die aktuellen Inhalte erst wieder nach 7 Tagen abrufbar wären. Dann hätten alle privaten Sender und Inhalteanbieter im Internet eine reelle Chance sich gegen diesem GEZwungen bezahlten öffentlichen Rundfunkschwachsinn etwas gegenzusetzen.
pare am 27.05.2009
Total irre!
Wenn kratzt es eigentlich, wenn beim ZDF tausende Seiten offline gehen? Und was soll der Blödsinn mit "Inhalte dürfen nicht länger als 7 Tage angeboten werden"? Das hilft doch keinem... geschrieben werden die Inhalte ja wohl trotzdem. Man sollte den Öffentlich Rechtlichen besser verbieten Unsummen GEZahlter Gelder in den Online-Auftritt zu stecken, statt sich solchen Quatsch auszudenken.
jaybe am 26.05.2009
GEZ, private Fernsehanstalten und Unsinn
Ich kann soviel Unsinn nicht mehr kommentieren........