Verzögert eine Klage den Verkauf von Skype?
17.09.2009 09:00 red
Skype-Gründer Janus Friis and Niklas Zennstrom verklagen eBay und die Gruppe von Investoren, die Skype für 1,8 Milliarden Dollar kaufen wollen, wegen Verletzung des Lizenzabkommens und des Urheberrechts.
Dem Wall Street Journal zufolge könnte dies die Abwicklung des Verkaufs von Skype verzögern. Die Klage vor einem Gericht in North Carolina (USA) ist weiteres Kapitel in der schwierigen Geschichte, seitdem das Onlineauktionshaus Skype vor vier Jahren für 2,6 Milliarden Dollar gekauft hatte. Bereits im März 2009 kündigte Joltid, das Unternehmen der Skype-Gründer Friis und Zennstrom, den Lizenzvertrag über die Skype-Software, woraufhin eBay vor Gericht zog.
eBays Kommentar gegenüber PaidContent lautet: „Die Vorwürfe und Klagen sind haltlos und basieren auf grundlegenden rechtlichen und faktischen Irrtümern." In einem Statement bekräftigte eBay, dass der Vorkauf stattfinden werde: „Wir halten an dem Kurs fest, die Transaktion im vierten Quartal 2009 abzuschließen."
eBay hatte am 1. September den Verkauf von Skype an eine Gruppe Privatinvestoren bestätigt: Zu den neuen Eigentümern des Voice-over-IP-Dienstes zählen Silver Lake Partners, Index Ventures, Andreessen Horowitz und Canada Pension Plan. Sie sollen 1,9 Milliarden US-Dollar für 65 Prozent der Anteile zahlen.