"Verlage sollen eigene Geschäftsmodelle im Web entwickeln"
17.08.2009 08:39 skr
Nach dem Angriff der Verleger kommt jetzt vom Google-Europachef die Retourkutsche: Die Verlagshäuser sollten nicht meckern, sondern eigene Konzepte zur Finanzierung ihrer Inhalte entwickeln, konterte Philipp Schindler den Vorwurf der Verlagshäuser, Google verdiene mit Verlagsinhalten Geld, ohne selbst in den Journalismus zu investieren.
"Ich würde mich freuen, wenn die Verlage die Energie, die sie heute in die Angriffe gegen Google investieren, darauf verwenden würden, erfolgreichere Geschäftsmodelle im Netz zu entwickeln", sagte Schindler dem Spiegel. Er wies zurück, dass sich Google an Verlagsinhalten im Internet bereichere und betonte, dass Bezahlinhalte der Verlagshäuser schließlich auch über die Suchmaschine erhältlich seien.
Der Google-Manager beteuerte das Interesse des Suchmaschinengiganten an der Entwicklung von erfolgreichen Internet-Geschäftskonzepten der Verlage. Dem stehe seine Firma nicht im Weg, es sei aber die Aufgabe der Verlage selber. Der Verleger Hubert Burda hatte im Juni gefordert, dass Suchmaschinen für den Verweis auf journalistische Inhalte im Netz zahlen sollten, da sie über Textanzeigen mit dem Content Geld verdienten.