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United Internet verliert 121,5 Millionen Euro

United Internet verliert 121,5 Millionen Euro

Bei dem Internetkonzern United Internet schlägt die Wirtschaftskrise durch: Das Unternehmen verzeichnet für 2008 einen herben Verlust, der vor allem von den Unternehmensbeteiligungen herrührt.

Das Gesamtergebnis des Konzerns weist ein Minus von 121,5 Millionen Euro auf. Schuld daran sind die Beteiligungen an den angeschlagenen Unternehmen Freenet, Versatel, Drillisch und Goldbach Media, deren Aktien nicht zuletzt wegen der Finanzkrise deutlich an Wert verloren. Auch die Abschreibungen auf nicht-börsennotierte Unternehmen drückten auf die Bilanz, weshalb United Internet die Dividende für 2008 gestrichen hat.

Einbußen gab es auch im Bereich Online-Marketing. Hier sank der Umsatz um 3,9 Prozent von 224,8 Millionen Euro 2007 auf 216,1 Millionen Euro für das Jahr 2008.

Im operativen Geschäft konnte das Unternehmen aber um 10,9 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro zulegen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 308,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 318,8 Millionen Euro für 2008, was einem Zugewinn von 3,2 Prozent entspricht. Das EBIT stiegt um 8,3 Prozent von 236,9 Millionen Euro für 2007 auf 256,6 Millionen Euro für das Jahr 2008.

Zugelegt hat United Internet im DSL- und Webhostinggeschäft, zu dem die großen Webportale Web.de und GMX, aber auch die Marken 1&1, Fasthosts und InterNetX gehören. Das Umsatzplus in dem Bereich stieg 2008 um 13,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Allerdings erreichte der Internetdienstleister seine Ziele für den DSL-Markt nicht. Statt geplanten 60.000 Neukunden schaffte er nur zwei Drittel neuer DSL-Verträge. Zudem verzeichnete die Vermarktung der Portale bereits im zweiten Quartal erste Rückgänge bei den Werbekunden.

Trotz der andauernden Konjunkturschwäche rechnet United Internet für das Gesamtergebnis 2009 mit einem leichten Umsatzwachstum. Die Ergebnisse von EBIT und EBITDA für 2008 sollen auch 2009 gehalten werden.


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