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United Internet beklagt schlechtes Online-Werbegeschäft

Ralph Dommermuth

UI-Vorstand Ralph Dommermuth ist mit dem Online-Werbeumsatz nicht zufrieden

Klare Worte von United Internet: Umsatz und Ergebnis im Bereich Online-Marketing für die Marken Adlink Media, Affilinet und Sedo haben sich in den ersten neun Monaten 2008 nicht zufriedenstellend entwickelt.

Die United Internet AG hat ihre Konzern-Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2008 vorgelegt: Der Umsatz im Produktsegment mit den Marken 1&1, GMX, Web.de, Fasthosts und InterNetX von Januar bis September stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Hingegen legte der Umsatz im Bereich Online-Werbung mit den marken Adlink Media, Affilinet und Sedo im gleichen Zeitraum nur um 1,6 Prozent auf 159 Millionen Euro zu. "Nicht zufriedenstellend", urteilten Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG in ihrer Neun-Monats-Bilanz.

Auch für das vierte Quartal erwartet das Montabaur Unternehmen eine Zurückhaltung im Bereich Online-Werbung. Da die Vermarktungserlöse im Portalgeschäft moderater als geplant wachsen, erwartet das Unternehmen in diesem Bereich für 2008 nur noch ein Umsatzwachstum von 20 Prozent. Insgesamt prognostiziert der Vorstand für das Gesamtjahr 2008 ein Wachstum im opterativen Geschäft von zehn Prozent. Der Umsatz soll auf rund 1,66 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,49 Milliarden Euro) zulegen, das EBITDA auf ca. 330 Millionen Euro (Vorjahr: 297,4 Millionen Euro).


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Kommentare

David am 14.11.2008

UI-Portale müssen attraktiver werden

Das ist wirklich interessant, denn Affiliatemarketing ist doch derzeit mit das größte Wachstumsfeld im Online-Marketing, so liest und hört man jedenfalls, und hier hat UI mit affilinet doch einen der großen Player im Markt überhaupt. Merkwürdig. UIM dürfte dagegen ja zum Produktgeschäft in der UI-Holding gezählt werden, da UIM nur die eigenen Portale, also hauptsächlich WEB.DE und GMX, vermarktet. Allerdings waren ja auch die letzten AGOF-Zahlen dieser Portale alles andere als berauschend, die Reichweiten stagnieren. Wenn man sich die Portale anschaut, ja auch kein Wunder: Langweiliger Layout-Einheitsbrei und Me-too-Content der über alle Portale identisch verteilt wird, wo ist die für eine Premiumvermarktung so notwendige Marken- und Zielgruppendifferenzierung im UI-Portalgeschäft? Mit dem Flop unddu.de hat man ja versucht auf den Social-Community-Zug aufzuspringen, nur leider gefühlte 100 Jahre zu spät, als der Zug schon längst abgefahren war und zudem wurde das ganze schlecht in die vorhandenen Reichweitenportale WEB.DE oder GMX integriert und so wurden diese als mögliche Mulitplikatoren nicht optimal genutzt. Auch der Versuch sich im Shopping-/Preisvergleichsumfeld mit smartshopping.de zu etablieren, kann man als wenig erfolgreich bezeichnen. Oder wer spricht heute schon von smartshopping.de, wenn man von bekannten Shoppingplatformen und -preisvergleichen im Internet redet? Vielleicht wird ja der neue Portal-Chef Jan Oetjen frischen Wind und neue Ideen bringen nachdem ja der große "Portalguru" Greve UI verlassen hat, man könnte fast meinen 2 Jahre zu spät...
Vielleicht wäre es für die UI auch besser, UIM in den Online-Marketing Geschäftsbereich der Holding einzugliedern, also unter AdLink. So wären alle Online-Vermarktungsaktivitäten, ob nun Fremd- oder Eigenvermarktung, in einer Gesellschaft gebündelt, Synergieeffekte könnten genutzt, Akquisitions- und Verwaltungskosten reduziert und die Verhandlungspositionen gegenüber Mediaagenturen durch gebündelte höhere Reichweiten gesteigert werden. Ein erster Schritt ist ja schon getan, wenn man hört, daß AdLink die Targetingtechnologien von UIM zukünftig einsetzen wird.

Daniel am 14.11.2008

Woran liegt's?

Weiß man denn schon, woran es liegt? Affilatemarketing müsste doch derzeit eigentlich gallopieren wie ein Rennpferd, sagen alle. Und was heißt das für UIM? Die wird es dann wohl noch ärger erwischen. Oder haben Adlink, Affilinet und Sedo hausgemachte Probleme?

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