Tipp24 verlässt Deutschland
06.01.2009 10:02 dp
Tipp24 stellt 170 deutsche Arbeitsplätze auf den Prüfstand
Der Glücksspielvermittler zieht mit diesem Schritt die Konsequenzen aus dem neuen Glücksspielstaatsvertrag.
Seit 1. Januar 2009 gilt die zweite Stufe des neuen Glücksspielstaatsvertrags. Dieser verbietet die Vermittlung staatlicher Lotterien über das Internet und kostet in Deutschland Arbeitsplätze: Der Hamburger Anbieter Tipp24 hat angekündigt, einen Großteil seiner Aktivitäten nach London zu verlagern. Die Konsequenz: Ein Großteil der 170 Arbeitsplätze in Deutschland stehen damit zur Disposition. Erst vor kurzem hatte das Unternehmen angekündigt, für seine Angebote in Deutschland keine Online-Werbung mehr schalten zu wollen.
Auf der Website verkündet das Unternehmen traurig: "Seit dem 1. Januar 2009 gilt in Deutschland der neue Staatsvertrag zum Glücksspielwesen. Aufgrund dieses Vertrags bieten wir unsere Dienstleistungen aktuell nicht mehr auf Tipp24.de an. Tipp24 hält den Glücksspielstaatsvertrag für eindeutig rechtswidrig und wird die Rechte notfalls einklagen. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir den gesetzlichen Bestimmungen nachkommen müssen."
Michael W. am 22.01.2009
Tipp24
das sind Entscheidungen irgendwelcher "Bananenvermesser". Ein aktueller und nicht der einzige Fall von aktiver Arbeitsplatzvernichtung made in Germany. Tipp24.de bot für mich einen perfekten Service an da ich keine Zeit habe Annahmestellen aufzusuchen. Fakt ist, ich werde mich auf die Suche nach ausländischen Anbietern machen, die es mir ermöglichen an einer Lotterie teilzunehmen. Es ist ähnlich wie bei den öffentlich rechtlichen, der Service und das Angebot sind mit Verlaub, beschissen....und will auch noch bezahlt werden.
wie schon im Kommentar zuvor, so etwas gibst es nur in Deutschland
micha
Fabian am 06.01.2009
Typisch Deutschland
Erst bwin und nun noch Tipp24
Weil der Staat einfach nicht versteht das die mit solch Gesetzen nichts stoppen den im Ausland machen die Unternehmen weiter, nur nicht mit den Deutschen Angestellten die dann zu einer Arbeitsamt karteikarte werden.
Deutschland wird es nie lernen!