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Spreadshirt muss Stellen kürzen

Lukasz Gadowski

Spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski

Das einstige Web-2.0-Vorzeigeunternehmen hat seine Wachstumsziele für 2008 verfehlt. Jetzt muss auf die Kostenbremse gedrückt werden.

Das Ziel war ehrgeizig: Das Jahr 2007 beendete das Web-2.0-Vorzeigeunternehmen Spreadshirt mit dem festen Plan, im kommenden Jahr um 50 bis 80 Prozent zu wachsen. Jetzt gibt Brand-Evangelist Andreas Milles via Blog bekannt: "Leider haben wir dieses Ziel verfehlt". Mit mehr als einer Million verkaufter T-Shirts betrug die Wachstumsrate 2008 unter dem Strich nur insgesamt 40 Prozent.
Und das hat Folgen für die Leipziger: "Wie jedes Unternehmen derzeit werden auch wir uns an die aktuelle Situation und niedrigere Wachstumsprognosen anpassen müssen. Mit anderen Worten bedeutet das: ein vergleichbares Wachstum ermöglichen, während wir noch stärker auf die Kosten achten müssen. Damit einhergehend wird es in manchen Abteilungen Umstruktierungen geben, die leider auch mit personellen Kürzungen verbunden sind. Die Umstrukturierungen betreffen vornehmlich das Headquarter, also die Bereiche, in denen wir mit einem höheren Wachstum geplant hatten und die teilweise außerhalb unseres Kernbereichs liegen", schreibt Milles. Die Produktionsstandorte seien nicht betroffen. Konkrete Zahlen zum Ausmaß der Kündigungswelle nennt er jedoch nicht.

Die jedoch finden sich auf dem Online-Portal Boocompany. Ein "Mr. Smith", offenbar Angestellter des Unternehmens, verrät dort, dass rund 20 Prozent der Belegschaft gekündigt werden soll. Darüber hinaus sollen befristete Arbeitsverträge nicht verlängert werden. "So gut wie alle Mitarbeiter bei Spreadshirt haben befristete Verträge, weshalb die Verkleinerung der Belegschaft wahrscheinlich deutlich über den 20 Prozent liegen wird", so der anonyme Informant. Spreadshirt-Pressesprecherin Eike Sievert kann diese Zahlen nicht bestätigen: "Die Zahlen sind absolut fiktiv und definitiv zu hoch", betont sie. Dem Unternehmen gehe es nicht schlecht und man sei auf das erzielte Ergebnis 2008 durchaus stolz. "Wir sind nur in einigen Bereichen nicht so gewachsen, wie man sich das Ende 2007 noch vorgestellt hat", sagt Sievert.

Dennoch gibt es auch Bereiche, die laut Milles personell weiter verstärkt werden sollen - beispielsweise im Bereich Controlling, Endkundengeschäft oder Sales Projekt Management. Als neue Projekte stehen auf der To-Do-Liste: Die Neugestaltung des "Mein-Spreadshirt"-Bereichs, die Neugestaltung des Bereichs "Verkaufen" mit besseren Vermarktungstools für Partner und Designer, bessere externe Vermarktungsmöglichkeiten, der Relaunch von LaFraise, mehr Schriftarten für T-Shirt-Designer sowie mehr Mode und Farben.


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Kommentare

sculpo am 23.02.2009

spreadshirt

von neid kann keine rede sein.. haben lange genug bei niedriglöhnen deine shirts gepresst.... und deine miniprovision ..darüber lachen sich die chefs doch kaputt...

edelnicki.de am 12.02.2009

edelnicki.de

meine güte, bei einigen spricht hier aber ganz schön der Neid.
also ich habe verkäufe bei spreadshirt, kann mich da nicht beklagen...

heiße presse am 03.02.2009

entlassungen nicht erst seit gestern....

wir in der produktion durfen schon letztes jahr in einer vielzahl abtretten oder wurden elegant zum gehen animiert... wegen angeblicher sinkender umsätze...das aber in polen verstärkt leute von suuuuper personalmagern mit dipl.psychologen abschluss eingestellt wurden die absolut keinen plan von der produktion hatten wird leider verschwiegen...
leute die auf der seite des betriebsrates waren mussten gehen..der betriebsrat wurde unter druck gesetzt ..
tolle manager und produktionsleiter die vorher noch nie in ihrem leben in einer produktionshalle gestanden hatten verdienten sich ne goldene nase und den mitarbeitern wurde ständig nur der bonus gekürzt...und sie fuhren weiter dickes plus ein...
die verantwortlichen für diese pleite haben natürlich das sinkende schiff verlassen...und ernähren sich von gummibärchen ....

Mitja am 02.02.2009

Ready to fail

Tja da sieht man mal wieder, dass ein paar Semester WiWi oder Informatik, ein abgebrochenes Studium und ne tolle Idee doch nicht ausreichen, um als Gründer erfolgreich zu sein :-)
Good people can sell bad products. But bad people can't sell good products.

Saure Gurke am 29.01.2009

Frechheit

@ Earl Hickey: Wenn man eine Kündigung erhalten hat, da die arrogante Firmenspitze einen Fehler nach dem anderen macht und ich jetzt auf der Straße sitzte ist es vorbei mit dem "loyalen Mitarbeiter". Ich bitte dies zu bedenken.

Earl Hickey am 29.01.2009

Die Autoren einiger Kommentare hier sollten sich schämen

Auch mir ist die Erfolgsstory dieser Firma sehr wohl bekannt. Es ist toll, dass es Unternehmer gibt die eine Idee haben und diese so erfolgreich auf die Straße bringen. Dieser Leistung gebührt großer Respekt.

Die Krise erfasst derzeit alle Branchen und war vorab nicht abzusehen. Eine Unternehmensleitung riskiert das Gesamtunternehmen und damit viel mehr Arbeitsplätze, wenn sie nicht genau so reagiert wie es Spreadshirt anscheinend derzeit tut. Entlassungen sind immer eines der letzten Mittel. Kein Unternehmer oder Manager zieht dieses Schwert gerne. Manchmal ist leider dieser Schritt unumgänglich um das Gesamtsystem zu schützen.

Die Autoren, die mit Sicherheit aus dem näheren Umfeld der Firma kommen, sollten sich schämen, sich so abfällig und respektlos zu äußern.

Der Firma Spreadshirt wünsch ich viel Erfolg auf ihrem Weg und eine bessere Unternehmenskultur mit hoffentlich loyaleren Mitarbeitern.

Mrs. Smith am 29.01.2009

Spreadshirt vor dem Aus

Hab mich eh schon immer gefragt, wie man mit T-Shirts so viel Asche verdienen kann. Naja, damit ist ja jetzt Schluß.

MC Brauser am 29.01.2009

Jetzt gehts ab in den Keller

Das war ja abzusehen! Ich kenne einige "Köpfe" der Spreadshirtriege. Solche selbstverliebten und arroganten Typen hatte ich bis dato noch nicht erlebt. Der T-Shirt Zug ist abgefahren, bzw der Karren vor die Wand. Jetzt wirds nur noch bergab gehen!

Muse am 29.01.2009

Zu selbstverliebt?

Ich hatte schon mehrfach mit den Spreadshirt-Jungs zu tun. Ehrlich gesagt wundert mich die Entwicklung nicht. Die mögen kreativ sein und auch sicher Vorreiter in Sachen web 2.0 in Deutschlang gewesen sein, aber sie sind halt auch mächtig selbstverliebt. Klar, dass da keiner einräumen will, Fehler gemacht zu haben...

Smith am 29.01.2009

Richtige Nase?

Nicht verwunderlich wenn man auf zu vielen Hochzeiten tanzt und sich feiern lässt. Die Frage tut sich auf, ob Spreadshirt schon sogar am Ende des Wachstums ist bei individuellen T-shirt? Was hat den die Controllingabteilung das ganze Jahr 2008 getan, wenn man erst Ende Januar 2009 feststellt, dass man sein Ziel klar verfehlt hat? Unddann gleich 20% und mehr Leute rauswerfen? In vielen Dingen sind die Jungs an sich recht clever. Aber die Krise haben Sie nicht gesehen?

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