6. Bewerbung 2.0 kommt
Wer sich in Agenturen bewirbt, braucht oft keine klassische Mappe mehr. Videos und Flash-Filme ersetzen immer öfter Papier. "Gerade bei der Bewerbung auf Praktikumsstellen sind oft tolle Ideen dabei", so Zimmermann. Gleichzeitig hat sich Xing einen immer größeren Stellenwert erkämpft. Außerhalb der Kreativszene spielen Videobewerbungen indes noch kaum eine Rolle. Doch das Interesse ist auch hier da, wie sich in der von Lutz Altmann moderierten Gesprächsrunde zum "Personalrecruiting 2.0" herausstellte. "In einem Video kann ich mir doch viel besser ein Bild von einem Mitarbeiter machen", so der Personalverantwortliche eines größeren Unternehmens. Eine amerikanische Recruiterin sagte, in den USA seien Videos längst für die meisten Bewerber normal. Dies seien oft einfache Aufnahmen mit der Webcam – ganz anders als bei uns, wo die Bewerbungen entweder kreativ und witzig oder sehr professionell wie ein Werbespot daherkämen. Ob der Trend in Deutschland ankommen wird, war umstritten. Im Gegensatz zur Aussage, die meisten Stellen würden über Empfehlungen vermittelt. Darauf setzt auch Martin Schmidt, Gründer der Empfehlungs-Jobbörse Jobleads. Das Prinzip: Angemeldete Nutzer können Bekannten gefundene Stellen empfehlen – und dabei eine Provision kassieren.