3. Weiterbildung fehlt
"Die Larmoyanz ist seit 15 Jahren bekannt", so Personalberater Dwight Cribb in der Diskussion "Personalentwicklung". So lange klagt die Branche über fehlende Ausbildung. Als Etappensieg galt die Einführung der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Dies ist derzeit aber der einzige Beruf, der Nachwuchs direkt für die digitale Wirtschaft beschafft. Den Agenturen bleiben nur zwei Alternativen: selbst ausbilden, wofür Geld, Zeit und Know-how nötig sind, oder fertiges Personal abwerben. Hier verschlingen Headhunter und das höhere Gehalt aber häufig noch größere Summen. Die Frage, was unterm Strich ökonomischer ist, beantwortet Harald Fortmann, Managing Director von Platform-A und Vizepräsident des Bundesverbands digitale Wirtschaft: "Besser in Ausbildung investieren als in Headhunting." Ärgerlich bleibt, wenn die Mitarbeiter dann für das doppelte Gehalt von Großunternehmen abgeworben werden. Damit sich Ausbildungskosten amortisieren, sei es nötig, Mitarbeiter länger zu binden. Aus Sicht von Dwight Cribb muss sich die Investition in den Mitarbeiter bereits während der Ausbildung rentieren.