2. Finanzkrise bleibt draußen
In den Stellenbörsen der Internetfirmen und -agenturen ist von der Finanzkrise (noch) wenig zu spüren. Zudem scheint der Onlinemarkt – anders als der Printbereich – ein weitgehend vor Kürzungen geschützter Raum zu sein. Vom dramatischen Einbruch der Werbeanzeigen, über den etwa Verlage wie Gruner & Jahr inzwischen lauthals klagen, ist in der digitalen Wirtschaft wenig zu merken. Das stellten jedenfalls die Teilnehmer der Diskussionen "Special Personalentwicklung" und "Wettlauf um IT-Talente" fest. Die Zahlen des Bitkom belegen das: 85 Prozent der Firmen sagen, ihre überwiegend expansive Personalplanung beibehalten zu wollen, nur 13 Prozent wollen vorsichtiger einstellen. Es droht hier jedoch ein Umdenken. Hans-Werner Walzel von der Agentur für Arbeit München warnt vor zu schnellem Abbau bei ersten Krisenanzeichen – nach jeder Krise kommt ein Aufschwung. Und spätestens dann würde das Fehlen qualifizierter Mitarbeiter umso stärker ins Gewicht fallen. Im Zweifel lautet die Empfehlung: Gute Mitarbeiter auch in der Krise halten.