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Buchdigitalisierung: Google zu Schadensersatz verurteilt

Google: Schadensersatz fällig

Ein Pariser Gericht hat Google jetzt zur Zahlung von 300.000 Euro Strafe verurteilt. Das Buchdigitalisierungsprojekt des Internetunternehmens verstoße gegen das Urheberrecht, hieß es in der Urteilsbegründung.

Das Geld wurde der französischen Verlagsgruppe La Martinière zugesprochen, deren Inhalte Google ohne Zustimmung digitalisiert hatte. Google kündigte bereits an, in die Berufung gegen das Urteil gehen zu wollen. Laut FAZ hatte Google in der Verhandlung die Zuständigkeit des französischen Gerichts angezweifelt, da die Buchdigitalisierung in den USA vorgenommen werde.

In Frankreich reagierte die Verlagsbranche erfreut über das Urteil, obwohl der zugesprochene Schadensersatz weit unter den von den Verlegern geforderten Zahlen lag. "Wir sind nicht gegen die Digitalisierung, aber sie ist nicht umsonst," wurde der französische Verlegerpräsident Serge Eyrolles zitiert.

In Deutschland hatte sich sogar die Bundesregierung gegen die unentgeltliche Buchdigitalisierung von Google ausgesprochen.


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