Facebook: Wir verkaufen keine Nutzerdaten
04.02.2009 10:55 tga
Viele Menschen, viele Daten
(Foto: Fotolia.com/kamphi)
Facebook dementiert, dass das soziale Netzwerk Unternehmen Nutzerdaten zur Marktforschung anbietet. Alles nur ein Missverständnis?
Der britische Telegraph hatte berichtet, dass internationale Unternehmen die Möglichkeit bekommen sollten, Facebook-Nutzer gezielt zu neuen Produkten zu befragen. Dabei sollten sowohl der Familienstand als auch die sexuelle Orientierung berücksichtigt werden. Viele Mitglieder des kostenlosen, sozialen Netzwerks haben online ausführliche Angaben zu ihren persönlichen Vorlieben gemacht.
Alles falsch, meldet die Pressestelle von Facebook. Randi Zuckerberg, zuständig fürs weltweite Marketing, sei falsch verstanden worden, als sie sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos begeistert über die Möglichkeiten geäußert hatte, die Facebook Unternehmen mit seinen Nutzerdaten biete. Fest steht: Facebook bietet seinen Werbekunden, die bestimmte Zielgruppen erreichen wollen, bereits Targeting anhand der Nutzerprofile an. Dabei werden jedoch keine Nutzerdaten nach außen gegeben.
Auf dem DLD-Kongress vergangene Woche in München hatte Zuckerberg stolz die Zahl von zwei Millionen Facebook-Mitgliedern in Deutschland verkündet.
Michael Egger am 06.02.2009
Gläserner Surfer?
Obwohl ich beruflich jeden Tag ins Internet muss ziehe ich mich persönlich immer weiter aus dem Internet zurück. Ich habe nämlich keinen Bock darauf, dass jeder, der die Google-Suche bedienen kann weiß, was ich gerne esse, wann ich aufstehe und welchen Fernsehmoderator ich toll finde.
Und was die Arbeit betrifft: Wer ein paar der Google Features nützt der ist beruflich für Google komplett durchschaubar. Inkl. Partnerfirmen (Google Docs).
Schöne Grüße von Orwell
Michael
Mathias Köhler am 04.02.2009
Sowieso ein alter Hut
Einen Artikel über die Engagement-Ads gab's doch bereits online - ich bin verwirrt:
http://www.internetworld.de/Nachrichten/Werbung/Facebook-experimentiert-mit-Umfrage-Anzeigen
Redaktion am 04.02.2009
Update
Artikel ist aktualisiert.
franz.wanner am 04.02.2009
verkauf von online-Daten
Prima Sache das. Nach den Adressdaten wird nun der gesamte "gläserne Mensch" zur Handelsware. Vielleicht können noch Kommentar- und Bemerkungsschnipsel der User liznzrechtlich vermarktet werden?
Rainer am 04.02.2009
Aus 'ner Mücke 'n Elefanten machen
Eine reißerische Überschrift, abgeschriebene und nicht bewertete Inhalte und fertig ist das Klickmonster.
Von einem seriösen Fachblatt hätte ich etwas mehr erwartet.