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"Deutschland ist für Kyte extrem spannend"

"Deutschland ist für Kyte extrem spannend"

Interview Kyte, eine Video-Plattform für On-demand-Inhalte, expandiert in Europa. internetworld.de sprach mit dem neuen Deutschland-Geschäftsführer Maks Giordano über Kunden, Kosten und Ziele.

Sie haben gerade Büros in Hamburg und London eröffnet - warum gerade jetzt?

Maks Giordano: Derzeit gibt es drei große Trends: Social Media, Interaktivität und das mobile Internet, das vor dem iPhone eher schmerzlich war und jetzt, auch wegen der günstigen Flatrates, gigantisch wächst. Kombiniert man diese drei Faktoren mit Video, landet man bei Kyte.

Hat Kyte schon Kunden in Deutschland?

Giordano: Als Kyte vor dreieinhalb Jahren gegründet wurde, haben nach kurzer Zeit bereits viele US-Stars, wie 50Cent die Plattform genutzt, um ihre privaten Videos hochzuladen. Dadurch ist die Musikindustrie auf uns aufmerksam geworden. Zum Start auf dem deutschen Markt arbeiten wir bereits mit der Universal Music Group zusammen, die hier über 200 Websites unterhält, die größte davon ist sicherlich die der Band Tokio Hotel. Ein weiterer großer Kunde sind die ProSiebenSat1-Gruppe und die VZ-Gruppe.

Wie beurteilen Sie den deutschen Markt?

Giordano: Deutschland ist für Kyte extrem spannend und einer der führenden Märkte in Europa. Die Nutzung von Onlinevideo ist stetig steigend und schlägt sich auch in steigenden Umsätzen in der Videovermarktung nieder, wie man am Beispiel von smartclip eindrucksvoll sieht. Und wir stehen mit unseren Tools gegenüber der Konkurrenz sehr gut da.

Was kann Kyte, was andere nicht können?

Giordano: Wir bieten den Kunden die gesamte Palette: Der Content - vom Handyvideo bis zur Full-HD-Qualität - wird transcodiert, aufbereitet, mit Web-2.0-Funktionen versehen und für alle Endgeräte ausgegeben, eben auch für Mobile. Alles gerne auch in Echtzeit.

Was kostet die Nutzung Ihrer Plattform?

Giordano: Kyte funktioniert als Software as a Service, deshalb klären wir zuerst mit dem Kunden dessen Wünsche ab und ermitteln den zu erwartenden Traffic, dann schnüren wir ein individuelles Paket. Eine Millionen Streams im Monat inklusive interaktiven Funktionen wie Chat, Kommentar und Empfehlung kostet rund 4.800 Euro. Die erweiterte und umfangreiche Anpassung an bestehende CMS-Systeme oder IT- Infrastruktur werden extra nach Aufwand berechnet, denn da fällt zusätzliche Programmierarbeit an.

Welche Ziele haben Sie sich in Deutschland gesetzt?

Giordano: Wir wollen zunächst erreichen, dass man Kyte als eine führende Technologie-Plattform im Bereich Video wahrnimmt. Schließlich machen wir einen sehr guten Job mit unseren weltweit 55 Mitarbeitern; die 24 Millionen US-Dollar Venturekapital von Investoren wie Disney, Nokia, Telefonica sprechen auch für sich. Und wir möchten noch mehr Kunden gewinnen. Mit Marken wie Nike oder Red Bull kann man bestimmt spannende Projekte rund um Events machen - ich denke da vor allem an die Fußball-WM im kommenden Jahr.


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