Ausverkauf bei Lycos
26.11.2008 12:00 dp
Lycos-Labrador: Wer will mich?
Lycos-Chef Christoph Mohn kann sein ewig währendes Versprechen, im kommenden Jahr bestimmt schwarze Zahlen zu schreiben, nicht mehr wahr machen: Das Unternehmen wird teilweise verkauft, teilweise geschlossen.
Schwerer Schlag für Lycos Europe: Weil ein Verkauf als Ganzes nicht geglückt ist, wird das Unternehmen nun doch in seine Einzelteile zerlegt. Management und Aufsichtsräte hätten daher beschlossen, die Geschäftsbereiche Domain, Shopping und dänische Portalaktivitäten zu verkaufen. Die Portal- und Webhosting-Aktivitäten werden komplett eingestellt. Laut Informationen des Branchendienstes Kress.de verlieren 500 von 700 Mitarbeitern ihren Job, allein in Gütersloh sind 230 Mitarbeiter von der Kündigungswelle betroffen. Die Umsetzung der neuen Strategie steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Lycos-Hauptversammlung, die am 12. Dezember 2008 in Amsterdam stattfinden wird.
sven bauer am 26.11.2008
Jetzt erst?
Lycos hat nie Geld verdient. Wen wundert es da, dass der Laden jetzt geschlossen wird?
Das hätte man schon 2002 machen sollen!!!
Was für eine Geldverschwendung.
Den L. am 26.11.2008
Personalkosten indisuktabel
Nur mal ein Vergleich mit Yahoo, Umsatz je Mitarbeiter 487 TEUR, bei Lycos hingegen nur 110 TEUR.
Peter H. am 26.11.2008
Schicksalshaftes Beispiel
Ich denke, dass in Zeiten eines schmalen Gesamtbudgets der Unternehmen für neue Aktivitäten (Mitarbeiter, Kampagnen, Werbung etc.) ein solcher Schritt voraussehbar war und sicherlich noch viele Unternehmen ein ähnliches Schicksal ereilen wird. Vor allem immer dann, wenn Konzernteile im Ausland ansässig sind (BMW mit Rover, Mercedes mit Chrysler und andere mehr). Traurig um die Arbeitsplätze/Mitarbeiter und das kurz vor Weihnachten . . . .
Kai D. am 26.11.2008
Lycos - Abgewickelt und geschlossen
Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!
Einerseits hat sich dieser Ausgang abgezeichnet, andererseits löst diese Meldung schon ein flaues Gefühl in der Magengegend aus, wenn man an andere große Unternehmen denkt, die z.Z. ins Trudeln geraten.