Apple baut Management um
iOS-Chef Scott Forstall muss gehen
30.10.2012 11:00 ww
Scott Forstall war ab 2008 Senior Vice President bei Apple.
Apple-Manager Scott Forstall muss gehen: Nach dem Debakel mit Apples Kartendienst baut der Konzern seine Führungsspitze um. Auch John Brownett, Chef der Apple-Stores, verlässt das Unternehmen wieder.
Es ist der größte Management-Umbau bei Apple seit zehn Jahren: Software-Chef Scott Forstall muss im Zuge des misslungenen Starts der eigenen Karten-Software seinen Hut nehmen, und auch der extra aus Großbritannien geholte John Brownett muss gehen. Brownett hatte seine Stelle erst Anfang 2012 bei Apple angetreten, aber schon nach kurzer Zeit durch kontroverse Sparpläne die Mitarbeiter in den Apple-Stores gegen sich aufgebracht. Forstalls Rauswurf ist die Folge monatelanger Reibereien in Apples Führungsebene - zuletzt soll er sich geweigert haben, sich für die Pannen mit Apples Kartensoftware zu entschuldigen, so dass Tim Cook das Schreiben an Forstalls Stelle unterschrieben hatte.
Forstall wurde lange Zeit als möglicher Nachfolger von Steve Jobs gehandelt. Stattdessen wird nun Chefdesigner Jonathan Ive eine Art kreative Schlüsselfigur für das Unternehmen, womit er der Führungsrolle eines Steve Jobs ein Stück näher rückt. Konzernchef Tim Cook wird sich auch weiter um das Geschäftliche kümmern, Ive soll künftig zusätzlich zu seiner Verantwortungs als Designer auch für die Schnittstellen zwischen Hardware und Nutzer sowie für die Softwaregestaltung zuständig sein. Forstalls Aufgaben hingegen sollen ab 2013 zwischen mehreren Managern aufgeteilt werden.
Durch den Führungsumbau solle die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Hardware, Software und Dienste erheblich verbessert werden, wie Apple am Montag mitteilte.