Flohmarktcharme jenseits von eBay
11.03.2009 12:05 David Henning
Filip Dames, Mitgründer und Geschäftsführer von Tamundo, will wie einst eBay mit Sammlerstücken und Raritäten Geld verdienen.
"Alles, nur nicht gewöhnlich" will die Online-Plattform Tamundo sein, sagt Filip Dames, der den virtuellen Marktplatz im vergangenen Jahr zusammen mit Sebastian von Johnston gegründet hat. Mit internetworld.de sprach er über die Emotionalität von Schallplatten und den typischen Sammler.
Was ist Tamundo?
Filip Dames: Tamundo ist ein neuer Marktplatz für Raritäten, Besonderheiten und Sammlerstücke. Wir setzen dabei auf Produkte aus den klassischen Sammlerkategorien wie Briefmarken, Ansichtskarten und Münzen einerseits und andererseits auf Produkte, die eine hohe Emotionalität haben, zum Beispiel Kunstobjekte oder Schallplatten. Wir wollen den alten Flohmarktcharme, den andere Marktplätze verloren haben, wieder ins Internet bringen.
Der Marktplatz ist also eine Art Retro-eBay?
Dames: Zu einem kleinen Teil schon, aber wir bieten weit mehr. Tamundo lebt vor allem von seiner Spezialisierung auf besondere Artikel – wir verstehen uns nicht als Vollsortimenter. Wir setzen nicht nur auf den reinen Marktplatz, sondern sind gleichzeitig auch Kontaktnetzwerk und Community. Bei uns können die Mitglieder eigene Clubs gründen und sich darin über ihr Hobby oder ihr Interessengebiet austauschen. Zur Community gehört auch der Bereich 'Meine Sammlung', wo die Nutzer ihre eigenen Sammlungen präsentieren können.
Gibt es Beschränkungen für die gehandelten Waren?
Dames: Ja, wir haben bei Tamundo das Motto: Alles, nur bitte nicht gewöhnlich. Wir distanzieren uns ausdrücklich von industrieller Massenware. Neuware ist nur dann zulässig, wenn sie auch einen Sammlerwert hat. Wenn jemand beispielsweise ein Handy einstellen will, was es an jeder Straßenecke zu kaufen gibt, dann würden wir das Angebot löschen.