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AOL verabschiedet sich aus Deutschland

AOL verabschiedet sich aus Deutschland

Der Internetkonzern verabschiedet sich nach 15 Jahren aus dem deutschen Onlinemarkt. AOL schließt die Niederlassungen in Deutschland, Spanien und Schweden. In den USA werden am 13. Januar mehr als 500 Mitarbeiter entlassen.

In Deutschland macht AOL seine Büros in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München dicht. Das bestätigte der Internetkonzern gegenüber internetworld.de. Durch den kompletten Rückzug aus dem deutschen Onlinemarkt fallen 140 Jobs in der Bundesrepublik weg. Der Betriebsrat wurde informiert. Adtech ist von diesen Maßnahmen nicht betroffen und wird weiter ausgebaut.

In den USA werden die Büros in Dallas und Seattle geschlossen. Wie sich die Umstrukturierung auf die Geschäfte außerhalb der USA auswirkt, variiert von Land zu Land und unterliegt den lokalen Gesetzen. In den weiteren europäischen Ländern, in denen das Unternehmen vertreten ist, hat der Internetkonzern mit dem Beratungsprozess mit den Betriebsräten begonnen. In Europa bleiben wohl nur die Büros in London und Dublin erhalten.

AOL befindet sich seit April in schwerem Fahrwasser. Eine neue Strategie wurde festgelegt, eine Reorganisation geplant: "Als Teil dieses Prozesses haben wir jeden Aspekt des Unternehmens angeschaut. Wir haben unsere Wettbewerbsposition und Produktportfolio in jedem Markt evaluiert - und wir haben die schwierigen Fragen über die Bereiche gestellt, die nicht mehr zur Kernstrategie gehören und neue Wege gesucht, auf denen wir effizienter und effektiver arbeiten können", heißt es in einer Mitteilung an internetworld.de. "Diese Umstrukturierung ist nötig, um das Unternehmen effizienter zu machen, Kosten zu sparen und so AOLs Zukunftsfähigkeit und Erfolg zu gewährleisten."

Das Unternehmen hatte im November angekündigt, 200 Millionen US-Dollar für Umstrukturierungskosten auszugeben und die weltweite Belegschaft um ein Drittel zu verringern. Insgesamt sollen 2.500 Stellen abgebaut werden, rund 1.100 Mitarbeiter haben sich freiwillig für ein Abfindungsprogramm gemeldet.

AOL hatte erst im Dezember Marianne Stroehmann zur Geschäftsführerin von AOL Deutschland befördert. Am 9. Dezember trennte sich Time Warner von den Aktienanteilen an AOL. Inzwischen wird der Internetkonzern dann als eigenständiges Unternehmen an der Börse gehandelt.

Das AOL Media Netzwerk lag mit 182.583.364 Visits im Dezember auf Platz fünf der Vermarkter laut IVW.


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Kommentare

Hans am 13.01.2010

AOL

Nun ja, AOL ging es ja schon länger nicht so gut....

Mark am 11.01.2010

Bedrohliche Situation

scheint ja wirklich eine bedrohlich Marktsituation gerade zu sein, wenn eine Top5-AGOF-Reichweitenseite seine Büros schliessen muss. Ist der TKP-Markt bei der Portalvermarktung denn so rapide eingebrochen?

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