Wohin wird sich das Web entwickeln?
19.03.2009 10:10 dah
Was erwartet uns im World Wide Web der nächsten Generationen? Einen Einblick in Zukunftstechnologien im Web gaben Nils Müller und Torsten Rehder von Trendone auf der Infect09.
Traf im Web 2.0 noch ein intelligenter User auf ein dummes System, so soll ihm im Web 3.0 ein intelligentes System begegnen. Im Web 3.0 werden Orte, Dinge und Netze zusammenwachsen, glaubt Nils Müller Geschäftsführer von Trendone, das zeigen die neuesten Entwicklungen von Mobile- und Webapplikationen. Zukünftig werden die Webrecherchemöglichkeiten noch umfangreicher. Google entwickelt zum Beispiel aktuell an einem Videoanalysetool, Google Audio Indexing (gaudi), das die Audiospur von Videos indexiert. Bislang werden Videos nur durch Tags kategorisiert. Dadurch können in Zukunft Suchmaschinen jede Art von Medien auf den Ergebnislisten anzeigen.
Im Rahmen des "web of things" werden künftig immer mehr Geräte und Objekte untereinander kommunizieren und miteinander reagieren. Dazu zählt auch der Bereich der "augmented reality". Für Werbungtreibende bietet sich damit die Möglichkeit, eine konventionelle Printanzeige zugleich auch als Online-Werbeform zu nutzen. Lässt der Nutzer eine solche Anzeige von einer Webcam scannen, so werden die dargestellten Objekte am Bildschirm zu dreidimensionalen Objekten, mit denen sich am Computer sogar spielen lässt.
"Der E-Commerce wird verstärkt zum Geoshopping. Der Verkauf springt damit aus dem Laden auf die Straße", prophezeit Nils Müller von TrendOne auf der Düsseldorfer Social-Marketing-Konferenz infect09. Denn durch Mobile Ads erhalten potentielle Kunden Hinweise auf die Shopping-Möglichkeiten in ihrer Nähe. Neue Anwendungen nutzen die in Handys integrierten Funktionen wie GPS und einen Kompass, wodurch das Handy zum mobilen Navigationsgerät wird. So können Nutzer, die beispielsweise nach einer Bar suchen, gezielt zu einer Location in ihrer Nähe geführt werden.
In den nächsten zehn Jahren wird die Entwicklung hin zu einem "web of thoughts" gehen. Mittels "augmented reality"-Technologien wird der Mensch in der Lage sein, sich an jedem Ort und zu jeder Zeit mit Zusatzinformationen zu versorgen, die direkt auf Displays in ihrem Gesichtsfeld zum Beispiel integriert in Kontaktlinsen oder Sonnenbrillen eingeblendet werden.
Alexander am 30.03.2009
Web 3.0 bietet nach 15 Jahren Internet & Web endlich intelligente Systeme
Irgendwann gibt es einen großen Knall und wir können uns das Web an den Hut kleben.
Das Problem ist, dass wir durch unsere Schnelllebigkeit und die extreme Gier nach Macht und Reichtum uns irgendwann SELBST überholen, was nur zu einem Infarkt führen kann.
Das sehen wir ja an den ganzen Press-Hypes über Portale und Social Network Communities, die enormen Traffic haben, jedoch plötzlich Finanzspritzen von 100 Millionen US Dollar benötigen (facebook). Enorme Einbrüche bei Advertising - Einnahmen und das enorme Aufkommen der TV-Werbung für Internet bzw. Webportale.
Warum hat AOL Time Warner einen Verlustvortrag aus 2008 von mehr als 17 Milliarden US Dollar?
United internet verzeichnet auch einen Verlust von über 121 Millionen €.
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, wo es hieß, die Werbung im Web ist um ein Vielfaches preiswerter, als im TV.
Heute ist es so, dass wir Traffic für Webportale über TV Spots generieren, um so neue Werbepartner auf unseren Portalen zu finden.
Das nenne ich reine Selbst-Verarschung.
Vielleicht liegt es daran, dass z.B. Bannerpreise von ca. 30.000,-- € für ca. 3 Tage auf einer Studentenplattform kein wirklichen Nährwert hat und viel zu teuer ist.
Grundlegend sollte doch klar sein, dass Studenten nicht wirklich viel Geld zum Konsumieren haben.
Wenn solche Portale und Communities mehr Geld verschlingen, als was diese einbringen, muss man leider den Schritt gehen und dies halt einstampfen!
Diese Idee des Web 3.0 ist ja ganz witzig, doch die Vermarktungsstrategie ist etwas seltsam, denn diese Aussage
Zitatanfang:
Traf im Web 2.0 noch ein intelligenter User auf ein dummes System, so soll ihm im Web 3.0 ein intelligentes System begegnen.
Zitatende
Bedeutet für mich, wir haben 15 Jahre lang dumme Systeme für intelligente User gemacht. Dies bedeutet, dass im Grunde alle Verbraucherumfragen, Analysen, alle Informatiker und Programmierer zu dumm waren, den eigentlich Sinn des Webs zu erkennen, eingeschlossen der ganzen Marketing Manager und Creative Direktoren.
Wobei es die Informatiker/Programmierer echt nicht leicht haben, denn an den Unis werden definitiv nicht die aktuellen Programmiersprachen gelehrt, die am Markt derzeit wirklich gefragt sind. Da dümpelt der Prof in eine Script-Suppe herum, die eher an einen gut gelagerten alten Rotwein erinnert. Die notwendigen Programmiersprachen darf sich jeder Student selbst beibringen, so mal nebenbei.
Wie viele Programmiersprachen haben wir derzeit?
Was brauchen wir noch alles mal eben nebenbei? Betriebssysteme, Plattformen, Apple, PC, Windows, Linux, UNIX, Serverwelten, TCP/IP, etc. pp
Ach ja, nicht zu vergessen die Adobe Collection, die sich jedes halbe ändert.
Was alles nötig ist, damit mir mein Apple iPhone sagen kann:
Hey Junge, um die Ecke ist eine Segafredo Bar, da kannst du dir einen Cappuccino trinken, der kostet 2,20 € und an der Seite ist fett ein Werbeblog eingebunden. Dann gibt es eine Sprachnachricht meine iPhone : Nach 500 m biegen sie rechts ab!
Und wenn es wirklich ein intelligentes System ist, dann sagt es mir noch, ob dort eine Frau sitzt, die auch ein Profil in einer Single Community, wo ich auch vertreten bin und ob wir beide gematched sind.
Wenn das klappt, kauf ich mir ein iPhone, trage mich in einem Single Portal ein.
Bis es soweit ist, setze ich mich in meine Lieblings Segafredo-Bar, die ich bereits kenne, trinke meinen Cappuccino und spreche eine sympathische Frau an und lade diese dann später in einem Chat – Room ein. Ähh, Unsinn ich meine ins Kino.