"Wir wollen ein Servicemarktplatz sein"
11.12.2009 10:22 David Henning
Filip Dames, Geschäftsführer von Tamundo
Der Onlineflohmarkt Tamundo hat ein bewegtes erstes Jahr hinter sich. internetworld.de sprach mit Filip Dames, einem der beiden Geschäftsführer des Marktplatzes über Weine, neue alte Wege im Marketing und Ziele für 2010.
Auf den ersten Blick präsentiert sich Tamundo deutlich gereift. Was hat sich seit dem Start alles geändert?
Filip Dames: Wir konnten zunächst einmal die Zahl der über Tamundo angebotenen Artikel auf rund eine Million erhöhen und haben fast 10.000 aktive Verkäufer. Gegenwärtig liegt die Zahl der monatlichen Besucher bei 200.000. Im April haben wir neues Kapital erhalten und werden voraussichtlich in 2010 eine weitere Finanzierungsrunde in Angriff nehmen.
In welche Bereiche wollen Sie das investieren?
Dames: Damit werden wir unser Marketing ausbauen. Für 2010 haben wir vor allem zwei Aufgaben: zum Einen wollen wir sehr viel im Bereich Marketing machen, um neue Kunden für unsere Verkäufer zu gewinnen und zum Anderen wollen wir uns einem breiteren Publikum öffnen, das heißt wir wollen Tamundo in weiteren Ländern anbieten.
An welche Regionen denken Sie da?
Dames: Wir sehen, dass sich die Zahl der Nutzer aus Österreich, der Schweiz aber auch aus den Niederlanden und Polen kontinuierlich erhöht. Zehn Prozent unseres Gesamtumsatzes machen wir über Verkäufe ins Ausland und das obwohl wir Tamundo bis jetzt nur in Deutsch anbieten. Hier arbeiten wir gerade an einem Internationalisierungskonzept. Auch Versionen für die Benelux-Staaten werden gerade evaluiert.
Ein Blick auf die Startseite verrät, dass man jetzt auf Tamundo auch Wein kaufen kann. Wie passt das mit dem Flohmarktcharme zusammen?
Dames: Bei Tamundo stehen ja vor allem besondere Dinge wie Unikate oder Raritäten im Vordergrund. Dazu können auch besondere Weine gehören. Dafür haben wir die Kategorie Feinschmecker & Gourmet eingerichtet, wo neben Wein in erster Linie besondere Spirituosen gehandelt werden.