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"Wir stehen in Deutschland noch am Anfang"

Kevin Eyres, Europachef von LinkedIn

Kevin Eyres, Europachef des Business-Netzwerks LinkedIn, über Xing, die exklusive Vermarktung durch iq media marketing und Recruiting in einer Wirtschaftskrise.

Wo steht LinkedIn heute in Deutschland?

Kevin Eyres: Bis zum Jahresende wollen wir in Deutschland eine Million Mitglieder haben, derzeit sind es 600.000. Wir sind mit unserem bisherigen Wachstum sehr zufrieden, denn wir stehen noch am Anfang. Erst im Februar haben wir unsere deutschsprachige Website gelauncht.

Warum hat das so lange gedauert?

Eyres: Vor einem Jahr hatte LinkedIn insgesamt nur 67 Mitarbeiter. Um das weltweit führende Business-Netzwerk zu werden, haben wir uns auf die englische Sprache konzentriert, denn mit Englisch können wir Internetnutzer in mehr als 200 Ländern erreichen. Heute arbeiten rund 350 Menschen für uns. Jetzt können wir es uns leisten, unseren Service auf andere europäische Sprachen auszuweiten.

Ihre deutsche Präsenz wurde als Angriff auf das deutsche Business-Netzwerk Xing verstanden.

Eyres: Unser Ziel ist es nicht, Xing in Deutschland zu verdrängen. Wir wünschen uns, dass die User ausprobieren, welche globalen Chancen ihnen LinkedIn bietet. Unser Netzwerk ist sehr divers - und ich glaube an Diversität, privat wie beruflich. Ich möchte nicht nur umgeben sein von Menschen, die wie ich sind. Das ist mir zu langweilig.

Einige User kritisieren LinkedIn als wenig nutzerfreundlich.

Eyres: Wir arbeiten an der Usability und haben vergangene Woche eine neue Homepage eingeführt. Vorher mussten wir die Analysewerkzeuge verbessern, denn sonst sind auch neue Funktionen sinnlos. Wir testen alle Neuerungen an einer kleinen Gruppe von Mitgliedern - und wenn sie gut ankommen, setzen wir sie für alle um.

Besteht Ihre Testgruppe aus freiwilligen Usern?

Eyres: Nein, die sind zufällig gewählt, um nicht nur diejenigen unserer Mitglieder zu erreichen, die Änderungen positiv gegenüberstehen.

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