Soziale Netzwerke in Deutschland: Privat, lokal, global
06.05.2009 19:00 tga
Zum Abschluss der next09 Konferenz in Hamburg traten die Chefs der drei großen sozialen Netzwerke in Deutschland in einer Diskussionsrunde gegeneinander an: Stefan Groß-Selbeck von Xing, Kevin Eyres von LinkedIn und Markus Berger-de León von StudiVZ. Die Frage, wer das Rennen macht, wurde schnell zur Seite geschoben: der Markt bietet Platz für alle.
Die Netzwerk-Chefs waren sich einig: "Social Media ist das am schnellsten wachsende Phänomen, das wir seit Jahren online erleben", sagte Groß-Selbeck und seine Kollegen stimmen ihm zu. Der Vorstandsvorsitzende lobte den großen Mehrwert, den Xing seinen Mitgliedern biete. "Dass die User so oft auf unsere Seite kommen, zeigt, wie wertvoll wir für sie sind."
LinkedIn-Europachef Eyres warb damit, dass sein Netzwerk für Geschäftskontakte weltweit die meisten Mitglieder habe. Eine Tatsache, die Berger-de León als Vorteil für StudiVZ auslegte: "LinkedIn ist global, wir sind lokal - das ist unser größter Vorteil. Obama ist toll, aber am liebsten will ich was über die Leute wissen, die in meinem Umfeld leben. Und da punkten lokale Netzwerke."
Was spricht für das jeweilige Social Network? Hier die Antworten der Chefs:
- Groß-Selbeck: "Bei Xing bekommen Sie den besten Wert - zumindestens in Deutschland."
- Eyres: "Wir versuchen nicht, jeden Markt zu dominieren. Aber wenn Sie weltweit beruflich aktiv sein wollen, sind Sie bei LinkedIn richtig."
- Berger-de León. "Bei StudiVZ oder meinVZ sollten Sie sein, weil Ihre Freunde da sind. Und wir bieten Ihnen die besten Möglichkeiten, mit ihnen in Kontakt zu bleiben."
Die diplomatischen Antworten zeigen: In den Social Media ist Platz für alle. Auch für drei Netzwerke.