Social-Media-Apps und LBS stark im Kommen
Die mobile Zukunft 2012: Soziale Netzwerke, Location Based Services und Spiele
16.02.2010 15:46 dah
Während derzeit noch Spieleapplikationen für Smartphones an der Spitze der Downloadcharts stehen, sollen ihnen bis 2012 Apps für Social Networks und Location Based Services den Rang ablaufen. Das ergab eine Expertenbefragung des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco.
"Mobile Apps gehen den Weg vom reinen Unterhalter zum mobilen Alltagshelfer", meint Bettina Horster, Direktorin des eco-Arbeitskreises Mobile und Vorstand von Vivai. Aktuell stehe noch der Spaß an erster Stelle. So glaubt die Mehrheit der Experten (46 Prozent), dass derzeit auf dem Handy am häufigsten Spiele genutzt werden. Dahinter folgen Content/Informationen (42 Prozent). Das Schlusslicht bilden noch die Location Based Services mit 15 Prozent.
In zwei Jahren erwarten die Experten ein gänzlich anderes Bild. Dann sollen Applikationen für Social Networks die meist genutzen Anwendungen sein, meinen 69 Prozent der befragten Experten. Auf dem zweiten Platz sollen dann die LBS liegen, erklärten 54 Prozent, während die Spiele nur noch an dritter Stelle kommen.
Die Nutzer werden die Apps vor allem über die Shops der Gerätehersteller beziehen, meinte die Hälfte der Experten. 42 Prozent rechnen dagegen damit, dass sich unabhängige Downloadportale etablieren werden, die die mobilen Anwendungen zur Verfügung stellen. Als größtes Problem stuften die Experten dabei die Auffindbarkeit der Anwendungen ein. Zudem sind fast drei Viertel der Experten (73 Prozent) der Meinung, dass die Portale nur getestete Programme aufnehmen sollten.
Die Hälfte der Befragten sieht die Zukunft bei werbefinanzierten Apps. Für 34 Prozent führt dagegen kein Weg an kostenpflichtigen Anwendungen vorbei. Ob die grundsätzliche Zahlungsbereitschaft für Applikationen allerdings den Weg für Bezahlinhalte im Internet generell ebnen könnte, mochten die Experten nicht entscheiden. Ebenfalls unterschiedlicher Meinung waren die Experten in der Frage, ob sich mobile Webseiten gegenüber den Apps durchsetzen werden. Die Hälfte votierte dafür, während 31 Prozent glauben, dass die Apps die mobilen Webseiten verdrängen werden.