"OpenSocial hilft bei eigenen Entwicklungen"
14.05.2009 12:06 Anne Arndt und Helge Wenck
Michael Otto, CTO von Xing
Xing hat seit dieser Woche OpenSocial integriert. Die Programmierschnittstellen werden von Google für Anwendungen entwickelt, die eine einfache Interaktion zwischen Mitgliedern ermöglichen. internetworld.de sprach mit Michael Otto, dem Chief Technical Officer des Business-Netzwerks.
Wie sind Sie bei der Integration von OpenSocial in Xing vorgegangen?
Michael Otto: Wir waren Launchpartner beim Start der Initiative, haben aber erst einmal beobachtet, welche Anwendungen aus der Initiative hervorgehen und eine Sandbox programmiert, um die Technologie zu entwickeln. Zunächst wurden Einschätzungen zu Sicherheit, Skalierung, Aufwand und benötigten Ressourcen vorgenommen - um letztendlich entscheiden zu können: Machen wir es oder nicht? Danach ging es dann an in die Detailspezifikation.
Integriert man OpenSocial als ein Ganzes oder kann man OpenSocial auch Stück für Stück integrieren?
Otto: Man muss sich entscheiden, wie man an den Start gehen will. Plant man, gleich eine ganze Palette von Anwendungen laufen zu lassen, oder will man nur einzelne Applikationen nutzen? Egal was man wählt - für beide Lösungen muss ein gewisser Umfang an Basisinfrastruktur bereitstehen, um deren Implementation man nicht herumkommt. Das Hinzufügen weiterer Applikationen ist dann vergleichsweise eher weniger Aufwand, was der große Vorteil von OpenSocial ist.
Was waren die größten Herausforderungen bei der Implementierung?
Otto: Es ist wichtig, dass man sich genau an den Standard hält und dass der Kern skalierbar und sicher ist. Er muss mit der wachsenden Community und der zunehmenden Komplexität der Plattform, die ja ebenfalls kontinuierlich weiterentwickelt wird, zurecht kommen. Zudem ist Performance natürlich ein Thema, denn niemand möchte träge Anwendungen benutzen.
Braucht man für die Integration Experten und wie sieht der Support von Google aus?
Otto: Es gibt externe Berater, die man engagieren kann. Viel wichtiger ist es aber, jemanden im Team zu haben, der auch die eigene Anwendung in- und auswendig kennt, denn da liegt der Hauptteil der Umsetzung.
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