Tapetenwechsel im Weißen Haus - on- und offline
21.01.2009 17:09 dah
Während der neue US-Präsident noch vereidigt wurde, blies bereits ein neuer Wind auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses. Barack Obama versprach schon im Wahlkampf eine neue Öffentlichkeitsoffensive. Auch er setzt wie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen wöchentlichen Videocast.
Die Seite von Obamas neuem Regierungssitz präsentiert sich in neuem Glanz und mit neuen, volksnahen Features. Schon vor der Wahl gab sich Obama deutlich weboffener als seine Vorgänger. Die gelobte Offenheit ist womöglich aber eine gut kontrollierte, wie der Nachrichtendienst Spiegel Online schreibt. So fährt der neue us-amerikanische Präsident zwar mit einem Videocast und regelmäßigen E-Mail-Newslettern einen offensiven Kurs, dennoch gibt es bereits Kritik. Vor allem an den zu wenigen Kommentarfunktionen auf der Website. Die meisten Web-2.0-Kanäle seien zumindest bislang kommunikative Einbahnstraßen. Der RSS-Erfinder Dave Winer nannte den Relaunch von whitehouse.gov in einer Twittermitteilung eine große Enttäuschung.
Wie sich die neue Informationspolitik unter Obama entwickelt, wird die Zukunft zeigen. Die Umsetzung eines ehrgeiziges Projekts steht in jedem Fall noch aus: Die Regierung plant, alle Gesetze vor ihrer Umsetzung für fünf Tage auf der Internetseite dem Volk zugänglich zu machen und bietet zudem die Möglichkeit diese zu kommentieren.