Monetarisierung im Internet
Die Verbraucher bestimmen die Richtung
18.05.2010 11:09 tga
Der Umsatz im Onlinehandel wächst. Die Werbetreibenden konkurrieren um die Verbraucher und Performance basierte Abrechnungsmodelle nehmen zu. Gute Nachrichten, findet Philipp Justus von zanox auf der a4uexpo in München.
Gleichzeitig wachsen auch die Anforderungen der Werbetreibenden - sie erwarten mehr Transparenz, bessere Daten und ausgereifte Systeme gegen Betrug.
"In den kommenden zehn Jahren wird sich mehr ändern als in den vergangenen zehn Jahren. Die Konsumenten geben im Affiliatemarketing die Richtung vor", so Justus. "Aber was wollen sie und wo gehen sie hin?" Ein wichtiger Trend sei ein Kaufprozess, der sich über mehrere Online- und Offlinekanäle erstrecke. Verbraucher recherchierten vor Kaufentscheidungen im Netz, selbst wenn sie im Geschäft kauften. Die Bedeutung von Nutzermeinungen und -bewertungen nehme zu.
Soziale Netzwerke revolutionieren Justus zufolge das Internet - und dessen Monetarisierung. Werbetreibende versuchten deshalb, diese Entwicklung für sich zu nutzen. "Hier stehen wir noch ganz am Anfang", so Justus. "Viele Unternehmen sind sich noch nicht sicher, wie sie Social Media einsetzen können."
Mobile Internetnutzung sei die zweite große Veränderung in den kommenden Jahren. Mobile Surfer unterscheiden sich in ihrem Einkaufsverhalten nicht von dem der stationären Nutzer. Das iPhone sei für einen Drittel des mobilen Internettraffics verantwortlich, so Justus. Entscheidend für die Branche sei nun, ob Apple Performancemarketing erlaubt und ob das System offen genug sein wird, um Innovation und unterschiedliche Werbemodelle zuzulassen. Vor zwei Wochen hatte Apple den Zanox-Publishern sogar untersagt, das iPad auf ihren Webseiten zu bewerben.