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"Mobile Gutscheine werden die Gutscheinkultur in Deutschland verändern"

"Mobile Gutscheine werden die Gutscheinkultur in Deutschland verändern"

Till Issler, Managing Director von GEOVoucher

Heute geht mit Cupoco eine Coupon-Plattform an den Start, die vor allem Smartphonenutzer ansprechen will. internetworld.de sprach mit Till Issler, Managing Director bei dem deutsch-estnischen Start-up GeoVoucher, über die App, die Chancen von Couponing und den Reiz des Mobilen.

Können Sie kurz umreißen, was Cupoco sein will?

Till Issler: Cupoco ist eine Coupon-Plattform und bringt attraktive lokale Angebote auf das Handy des Nutzers. Die Angebote - sogenannte Cupocos - reichen von limitierten Rabatten über 2-for-1-Angebote bis hin zu Gutscheinen und Gruppenangeboten. Da die Cupocos mobil über das Handy verfügbar sind, hat man sie stets bei sich und ist immer auf dem neuesten Stand.

Wie funktioniert der Dienst?

Issler: Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Eine junge Frau ist in der Stadt unterwegs und will dort Schuhe kaufen. Sie startet Cupoco auf ihrem Handy und wählt die Kategorie Schuhe aus. Die Cupoco-App lokalisiert sie und zeigt ihr alle verfügbaren Cupocos in ihrer Umgebung. Dann kann sie ein passendes Angebot wählen und in das jeweilige Geschäft gehen. Beim Kauf zeigt sie den Coupon auf dem Handy und spart Geld.

Wie erfolgt die Lokalisierung?

Issler: Ganz wie der Nutzer es wünscht: Automatisch per GPS und Zellinformationen des Netzbetreibers oder der Nutzer wählt selbst seine aktuelle Position aus.

Wie können Unternehmen ihre Plattform nutzen?

Issler: Ein Unternehmer registriert sich bei uns. Unser Team verifiziert ihn und schaltet ihn binnen 48 Stunden für den Cupoco-Assistenten frei. Mit dem Assistenten kann er dann in wenigen Minuten eine eigene mobile Kampagne anlegen. Dabei lassen sich zum Beispiel mehrsprachige Coupons mit Bildern und beliebigen Rabatten erstellen und auch die Bedingungen können frei definiert werden. Ein einmal angelegter Coupon kann dann auch als Template in unserem System gespeichert werden und damit immer wieder als Vorlage für neue Kampagnen genutzt werden.

Wie funktioniert die Kampagnensteuerung?

Issler: Im Prinzip funktioniert das genauso wie bei Kampagnenmanagementtools im Onlinemarketing. Der Unternehmer oder eine Agentur können damit mobile Kampagnen anlegen und steuern. Über ein Dashboard können sie zudem den Erfolg ihrer Kampagne in Echtzeit überprüfen. Dort sehen sie also, was wann bei welchem Händler eingelöst wurde.

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Kommentare

Carsten am 09.08.2010

Neulich bei Qype...

Ich war neu in der Stadt und wollte einen trinken gehen. Handy rausgezogen, Qype angeworfen, Lokal mit guten Bewertungen gefunden, oh und sogar Gutschein "2x der gleiche Cocktail zum Preis von einem", da muss ich hin. Nachdem mich das Smartphone total in die Irre geführt hat über die Navigation, meine Freundin völlig entnervt war, haben wir das Lokal gefunden. Im Lokal hingesetzt und Cocktail bestellt, da sehe ich, dass ein anderer Besucher auch den Coupon zeigt: (Bedienung) Oh wussten Sie nicht, dass dieser Gutschein nur für eine Person gilt, sie also zwei Cocktails der gleichen Art bestellen müssen?

Ähm ja wenn ich mich besaufen will, oder zweimal das gleiche saufen will, warum nicht.

In Zukunft schlender ich lieber wieder durch die Fußgängerzone und gucke mir die Lokale von außen an, wenn dann noch Happyhour dransteht -bingo!

Olena am 18.02.2010

Es ist schwer einer estnischen Seite zu vetrauen.

Es ist schwer einer estnischen Seite zu vetrauen, die nicht mal einen Impressum hat. Wie soll das denn funktionieren???

Klaus-Martin Meyer am 04.02.2010

Gutschein-Verlage sollten die Chance ergreifen

Verlage wie gutscheinbuch.de sollten die Chance nutzen und das Geschäfts für mobile Endgeräte transformieren. Dann steigt auf jeden Fall der Nutzen für die Kunden und die Inserenten, weil endlich viel mehr Gutscheine genutzt werden, weil man diese dabei hat und nicht im falschen Moment zu hause liegen lassen hat. Auch das auseinanderpflücken von Gutscheinheften kann unterbunden werden. Und der vielleicht wichtigste Punkt ist, dass man vom Verlag nur noch die App kaufen muss und einem über diese auch die Gutscheine für andere Städte zur Verfügung stehen, ohne gleich ein ganzes Heft kaufen zu müssen. Wenn dann der Einzelhandel noch ein Tool zum kurzfristigen Einstellen von Gutscheinen a la adwords zur verfügung bekommt Adcoupons (?) dann wäre die Sache rund. mit einer steigenden zahl von mobilen endgeräten wird das thema garantiert abheben.

Thomas am 03.02.2010

@Sascha

Wieviele Jahre redet man jetzt schon vom mCommerce und dem "baldigen Durchbruch"? Ich habe aufgehört zu zählen...;-) Da wird auch das iPhone nichts dran ändern. Aber gut, träumen darf man ja...;-)

Sascha am 03.02.2010

Mobile eröffnet neue Möglichkeiten

@Thomas: Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig. Erstens ist das Online-Gutschein-Thema alles andere als tot und zweitens eröffenen sich durch die neuen Endgeräte und Tarife ganz andere Möglichkeiten für die User und den Handel. Sicherlich wird das nicht gleich morgen früh sein, aber vor allem lokationsbasierte Angebote werden an Wichtigkeit zunehmen und mCommerce wird eines der wichtigsten Themen für den Handel werden! Think about :)

Thomas am 03.02.2010

Gähn

Ach Gott, jetzt wird das olle Gutschein/Rabatt-Thema wieder aus der Mottenkiste geholt. Das Thema ist doch schon vor Jahren in D online gescheitert, da gab es doch ne Welle an Coupon-Portalen, die ein Jahr später alle wieder dicht waren...

Und jetzt hat man Mobile als neuen Aufhänger und glaubt damit läuft es besser? Never ever. Wie schon im Interview richtig dargelegt, die Amis haben ne ganz Affinität zu Coupons als Deutsche.

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